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Cloud-Kassensystem

Bei einem Cloud-Kassensystem liegen Artikel, Umsätze und Einstellungen auf den Servern des Anbieters. Die Kasse selbst läuft als App auf Tablet, Smartphone, PC oder Kassenterminal. So sehen Sie Umsätze von überall, pflegen mehrere Standorte zentral und erhalten gesetzliche Updates automatisch.

Tablet-Kasse, Laptop und Smartphone mit Umsatzgrafiken als ein gemeinsames Cloud-Kassensystem

Auf einen Blick

So funktioniert ein Cloud-Kassensystem

Die Kassengeräte im Betrieb sind über das Internet mit dem Onlinekonto des Anbieters verbunden. Dort laufen Artikelpflege, Auswertungen, Datensicherung und oft auch die TSE. Gute Systeme arbeiten bei Verbindungsabbruch lokal weiter und gleichen die Daten danach ab.

Onlinekonto

Webzugang für Artikel, Mitarbeitende, Berichte und Exporte, erreichbar im Browser.

Schnittstellen

Anbindung an Buchhaltung, Onlineshop, Lieferportale oder Kartenzahlung.

Illustration einer Cloud, die Cafékasse, Ladenkasse, Laptop und Smartphone miteinander verbindet

Ein System für alle Geräte und Standorte

Der größte Vorteil der Cloud ist der gemeinsame Datenstand. Eine Preisänderung im Onlinekonto erscheint sofort an allen Kassen, Umsätze aus Filiale, Marktstand und Onlineshop laufen in einem Bericht zusammen. Für das Steuerbüro stehen Exporte bereit, ohne dass jemand Daten von der Kasse kopieren muss.

Im Gegenzug hängen Sie vom Anbieter und von einer stabilen Internetverbindung ab. Fragen Sie deshalb, was die Kasse bei einem Ausfall noch kann, wo die Server stehen und wie Sie Ihre Daten bei einem Anbieterwechsel vollständig erhalten.

Stärken und Grenzen im Überblick

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Für welche Betriebe es sich eignet

Cloud-Kassen passen zu fast jeder Branche, besonders wenn mehrere Geräte oder Standorte zusammenarbeiten.

Cloud-Kassen einzelner Anbieter

Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand September 2026, Preise ohne Umsatzsteuer. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.

AnbieterLösungAngabe laut Anbieter
gastronoviCloudbasierte Gastronomiesoftware mit Kasse, Küchenmonitor, Reservierung, Warenwirtschaft und MehrstandortverwaltungPreise auf Anfrage beim Anbieter
helloCashKassensoftware im Browser und als App, Daten in der CloudTestphase von 30 Tagen, Tarife beim Anbieter
LightspeedCloudkasse mit Offlinebetrieb und Synchronisation, Cloud-TSE über fiskalyPreise auf Anfrage beim Anbieter
ready2orderCloud-Kasse für iOS, macOS, Android und Windows, Datenspeicherung auf deutschen ServernSoftware ab 35,90 Euro im Monat
SIDESAll-in-One-Software für Quick Service, Lieferdienste und Ketten mit Kasse, Self-Order und KüchenmonitorPreise auf Anfrage beim Anbieter
Smartkasse24Cloudbasierte Kasse mit Cloud-TSE ohne zusätzliche HardwarePreise auf Anfrage beim Anbieter
TillhubCloudkasse auf iPad oder POS Go, Cloud-TSE von fiskaly mit Servern in DeutschlandPreise auf Anfrage beim Anbieter

Cloud-TSE kurz erklärt

Bei einer Cloud-TSE liegt das Sicherheitsmodul im Rechenzentrum eines zertifizierten Anbieters. Nach den Vorgaben des BSI muss dabei eine Sicherheitskomponente in der Einsatzumgebung der Kasse laufen, meist als Software auf dem Kassengerät oder einem lokalen Server. Das Umgebungsschutzkonzept des Herstellers ist Teil der Zertifizierung und muss eingehalten werden.

Fragen zu Datenschutz und Daten

Kassendaten enthalten Umsätze, Mitarbeiterdaten und oft Kundendaten. Klären Sie vor Vertragsabschluss, wie der Anbieter damit umgeht.

Darauf sollten Sie achten

Internet doppelt absichern

Wenn Kasse und TSE in der Cloud laufen, lohnt sich eine Ausweichverbindung, etwa ein mobiler Router mit SIM-Karte. So kassieren Sie bei einer Störung des Festnetzanschlusses ohne Unterbrechung weiter.

Cloud-Kassensystem anfragen

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zu Cloud-Kassensystemen

Eine Kasse, deren Daten und Verwaltung beim Anbieter im Rechenzentrum liegen. Vor Ort läuft eine App auf Tablet, Smartphone, PC oder Kassenterminal, die laufend mit dem Onlinekonto abgleicht.

Ja, wenn eine zertifizierte TSE angebunden ist, Belege ausgegeben werden, ein DSFinV-K-Export möglich ist und die Kasse über ELSTER gemeldet wurde. Die meisten Anbieter liefern dafür eine Cloud-TSE mit.

Viele Systeme kassieren lokal weiter und übertragen später. Kann die TSE während des Ausfalls nicht erreicht werden, müssen Ausfallzeit und Grund dokumentiert werden und der Ausfall auf dem Beleg erkennbar sein.

Auf den Servern des Anbieters oder seines Rechenzentrums. Einige Anbieter nennen ausdrücklich Server in Deutschland. Lassen Sie sich Standort und Auftragsverarbeitungsvertrag schriftlich geben.

Meist eine monatliche Gebühr je Kasse oder Standort, oft inklusive Cloud-TSE. Dazu kommen Hardware, Zusatzmodule und Kartengebühren. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über mehrere Jahre.

Sie müssen die Kassendaten ohnehin aufbewahren und exportieren können. Prüfen Sie vorab, in welchen Formaten der Export möglich ist und wie lange Sie nach Kündigung noch Zugriff haben.

Das hängt vom Anbieter ab. Cloud-Systeme sichern Daten automatisch und schützen vor Verlust durch Diebstahl oder Defekt vor Ort. Dafür sind Zugangsdaten und Internetverbindung kritischer.

Passend dazu

Transparenzhinweis

Angaben zur Cloud-TSE nach den Fragen und Antworten des BSI zur TSE, Stand Oktober 2026. Anbieterangaben laut Webseiten der Anbieter, Stand September und Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung, die Reihenfolge ist alphabetisch.