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Self-Checkout für das Kassensystem

Beim Self-Checkout scannen und bezahlen Kunden ihre Einkäufe selbst, in der Gastronomie bestellen Gäste am Terminal. Das entlastet das Personal in Stoßzeiten und verkürzt Warteschlangen. Hier erfahren Sie, welche Varianten es gibt, welche Hardware dazugehört und was rechtlich zu beachten ist.

Freistehendes Self-Checkout-Terminal mit Touchscreen und Ablage auf hellblauem Grund

Auf einen Blick

Varianten der Selbstbedienung

Selbstbedienung an der Kasse gibt es in mehreren Formen. Welche passt, hängt von Sortiment, Kundschaft und Platz ab.

Self-Checkout-Kasse

Terminal mit Touchscreen, Scanner, Ablage und Kartenterminal. Kunden scannen ihre Artikel und bezahlen selbst, oft neben klassischen Kassen.

Bestellterminal

In der Gastronomie wählen Gäste ihr Essen am Terminal und bezahlen dort. Die Bestellung geht direkt an die Küche.

Scan and Go

Kunden scannen mit dem Smartphone oder einem Leihgerät schon während des Einkaufs und bezahlen am Ende an einem Terminal oder in der App.

Terminal mit Bargeld

Einige Geräte nehmen auch Scheine und Münzen an und geben Wechselgeld aus. Das erhöht Kosten und Wartungsaufwand.

Reihe von Self-Checkout-Kassen in einem hellen Supermarkt mit Kundschaft im Hintergrund

Self-Checkout im Alltag

Self-Checkout-Kassen stehen meist in einer Reihe nahe dem Ausgang, betreut von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter. Die Aufsicht hilft bei Fragen, gibt Artikel mit Altersgrenze frei und löst Fehler beim Scannen. Eine Person kann so mehrere Terminals gleichzeitig betreuen.

Auch eine Self-Checkout-Kasse ist eine elektronische Kasse. Sie muss nach Paragraf 146a AO über eine zertifizierte TSE abgesichert sein, einen Beleg ausgeben, gedruckt oder digital, und seit dem 1. Januar 2025 über ELSTER beim Finanzamt gemeldet werden. Mehr zu Abläufen und Kosten lesen Sie in unserem Ratgeber zur Self-Checkout-Kasse.

Stärken und Grenzen im Überblick

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Für welche Betriebe es sich eignet

Self-Checkout lohnt sich vor allem bei hohem Kundenaufkommen und überschaubaren Warenkörben.

Rechtliche Punkte im Überblick

Für Self-Checkout-Kassen gelten die gleichen Pflichten wie für jede andere elektronische Kasse. Dazu kommen Besonderheiten beim Verkauf bestimmter Waren.

Hardware und Kompatibilität

Ein Self-Checkout-Terminal besteht aus mehreren Bausteinen, die mit der Kassensoftware zusammenspielen müssen.

BausteinAufgabeWorauf achten
TouchscreenFührt Kunden durch den AblaufGroße, klare Bedienelemente
ScannerErfasst Artikel2D-Scanner für QR-Codes und Coupons
KartenterminalBargeldlose ZahlungKontaktlos und mobil bezahlen
BondruckerBeleg für den KundenAlternativ digitaler Beleg
WaageWare nach Gewicht und KontrolleGeeicht und mit Prüfschein
SoftwareAblauf, Freigaben und TSEAnbindung an Ihre Kasse und Warenwirtschaft

Darauf sollten Sie achten

Mit einem Terminal testen

Starten Sie mit einem Terminal an einer gut sichtbaren Stelle und beobachten Sie, wie Kunden damit umgehen. So erkennen Sie früh, wo der Ablauf hakt, bevor Sie weitere Geräte anschaffen.

Self-Checkout-Lösung anfragen

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zu Self-Checkout

Eine Kasse, an der Kunden ihre Artikel selbst scannen und bezahlen. Sie besteht meist aus Touchscreen, Scanner, Ablage und Kartenterminal.

Ja. Auch sie ist eine elektronische Kasse und muss nach Paragraf 146a AO über eine zertifizierte TSE abgesichert sein. Zudem gilt die Belegausgabepflicht.

Seit dem 1. Januar 2025 ist jede elektronische Kasse über ELSTER zu melden. Neue Kassen melden Sie innerhalb eines Monats nach Anschaffung.

Nach dem Jugendschutzgesetz darf Alkohol nicht an Minderjährige verkauft werden. Self-Checkout-Systeme sperren solche Artikel deshalb meist, bis Personal das Alter geprüft und freigegeben hat.

Bei manchen Geräten ja, über ein Bargeldmodul. Viele Terminals sind aber nur für Karten- und Mobilzahlung ausgelegt.

Bei geringem Kundenaufkommen oft nicht, weil Anschaffung und Aufsicht Kosten verursachen. Bestellterminals in der Gastronomie oder Scan and Go können Alternativen sein.

Am Self-Checkout scannen Kunden Waren selbst und bezahlen. Am Bestellterminal wählen Gäste Speisen und Getränke aus einem Menü, bezahlen und erhalten die Bestellung anschließend von der Küche.

Passend dazu

Transparenzhinweis

Rechtliche Angaben nach Paragraf 146a AO, KassenSichV, Belegausgabepflicht seit 2020, Meldung über ELSTER seit 2025 und Jugendschutzgesetz, Stand Oktober 2026. Keine Rechts- oder Steuerberatung, im Einzelfall hilft Ihr Steuerbüro.