Bis zu 40% sparen

Kassensysteme für Pizzerien 2026, 5 Anbieter im Vergleich

In der Pizzeria laufen Gäste am Tisch, Abholer und Lieferbestellungen gleichzeitig. Die Kasse muss alle Wege zusammenführen, Bestellungen an den Ofen geben und Fahrer sauber abrechnen. Wir vergleichen fünf Kassensysteme anhand belegter Anbieterangaben.

Tablet-Kasse mit Bondrucker auf einer Holztheke in der Pizzeria, im Hintergrund ein Pizzabäcker am Steinofen

Pizzeriakasse auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

Fünf Kassensysteme für Pizzerien im Überblick

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Wertung. Die Spalte zur Branche zeigt, ob der Anbieter Pizzerien selbst als Zielgruppe nennt.

AnbieterFür Pizzerien ausgewiesenEinstieg laut QuelleTSE
Lightspeednicht ausdrücklich genannt69 Euro im Monat im Jahresvertrag, DrittquelleCloud-TSE über fiskaly
ready2ordernicht ausdrücklich genannt35,90 Euro im Monat plus TSE 15,90 EuroCloud-TSE als Zusatzpaket
REA Cardnicht ausdrücklich genanntKasse K21 ab 49,90 Euro im Monat bei 60 Monaten Miete, zuzüglich Software und TSEgetrennt bepreist
Smartkasse24ja, ausdrücklich39 Euro im Monat, Module 9 und 24 EuroCloud-TSE
Tillhubnicht ausdrücklich genanntPOS Go ab 30 Euro im Monat inklusive TSECloud-TSE über fiskaly

Stand September 2026, Preise ohne Umsatzsteuer. Maßgeblich ist immer das konkrete Angebot.

Was die Systeme für Pizzerien bieten

Lightspeed für Pizzerien

Börsennotierter Anbieter aus Montreal mit getrennten Lösungen für Gastronomie und Handel. Stärken liegen bei mehreren Standorten, Warenwirtschaft und offener API. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Pizzerien nennt Lightspeed nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

ready2order für Pizzerien

Cloud-Kasse aus Wien mit vollständig veröffentlichter Preisliste. Läuft auf iOS, macOS, Android und Windows, dazu vier Eigengeräte. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Pizzerien nennt ready2order nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

REA Card für Pizzerien

Hersteller aus Mühltal mit eigener Fertigung in Deutschland. Terminal, Kasse, Software und Zahlungsabwicklung kommen aus einer Hand. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Pizzerien nennt REA Card nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Smartkasse24 für Pizzerien

Cloud-Kasse aus Essen mit schlankem Basistarif und Schwerpunkt Gastronomie und Lieferdienst. Einrichtung, Schulung und Support sind im Preis enthalten. Smartkasse24 nennt Pizzerien ausdrücklich als Zielgruppe.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Tillhub für Pizzerien

Cloud-Kasse aus Berlin, seit 2022 Teil der Payment-Gruppe Unzer. Von der iPad-Kasse bis zum mobilen Kompaktgerät POS Go, auch für Filialnetze. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Pizzerien nennt Tillhub nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Was ein Kassensystem für Pizzerien können sollte

Lieferung

Lieferadressen, Liefergebiete und Mindestbestellwerte direkt in der Kasse verwalten.

Online und Portale

Bestellungen aus dem eigenen Shop oder von Lieferportalen landen ohne Abtippen in der Kasse.

Bonierung am Ofen

Pizzen mit allen Extras gehen per Bon oder Küchenmonitor an Ofen und Küche.

Tischplan

Gäste im Lokal mit offenen Tischen und getrennten Rechnungen bedienen.

Kundendaten

Stammkunden über die Telefonnummer wiederfinden, mit Adresse und letzter Bestellung.

Fahrerabrechnung

Bargeld und Kartenzahlungen je Fahrer am Schichtende nachvollziehbar abrechnen.

Gesetzliche Vorgaben für die Kasse

Speisen und Getränke getrennt

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen dauerhaft 7 Prozent, Getränke bleiben grundsätzlich bei 19 Prozent. Das gilt auch, wenn Pizza und Getränk zusammen geliefert werden. Angebote mit Getränk zum Gesamtpreis muss die Kasse auf beide Sätze aufteilen, die Regel dazu klären Sie mit dem Steuerbüro.

So finden Sie das passende System

Kosten richtig vergleichen

Neben der Monatsgebühr zählen Hardware, TSE, Einrichtung, Laufzeit und Gebühren je Kartenzahlung. Wie das konkret aussieht, zeigt unser Ratgeber zu den Kosten.

Kassensystem für Pizzerien finden

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Was eine Pizzeriakasse im Alltag leisten muss

Drei Bestellwege in einer Kasse

Kaum ein Gastronomiebetrieb hat so viele Bestellwege wie eine Pizzeria. Gäste sitzen im Lokal, Abholer rufen an oder kommen spontan vorbei, und ein großer Teil der Bestellungen kommt über den eigenen Onlineshop oder über Lieferportale. Eine passende Kasse führt alle diese Wege an einer Stelle zusammen. Das verhindert, dass Bestellungen auf einem separaten Tablet übersehen werden, und sorgt dafür, dass jeder Umsatz vollständig in der Kasse erfasst ist. Achten Sie darauf, dass Bestellungen aus Portalen automatisch übernommen werden und nicht abgetippt werden müssen. Jede manuelle Übertragung kostet Zeit und ist eine Fehlerquelle.

Bonierung am Ofen und klare Abläufe

Pizzen werden mit vielen Extras bestellt, mit zusätzlichen Zutaten, ohne Zwiebeln oder halb und halb belegt. Die Kasse sollte solche Varianten übersichtlich abbilden und mit Aufpreis berechnen. Am Ofen hilft ein Bon oder ein Küchenmonitor, der Bestellungen nach Abholzeit oder Lieferzeit sortiert. So weiß das Team jederzeit, welche Pizza als nächstes in den Ofen muss. Für die Ausgabe sind Abholnummern und ein deutlicher Vermerk zur Lieferung hilfreich, damit Bestellungen nicht vertauscht werden.

Kundendaten und Lieferung

Bei telefonischen Bestellungen spart eine Kundendatei viel Zeit. Ruft ein Stammkunde an, findet die Kasse über die Telefonnummer Adresse und letzte Bestellung. Liefergebiete, Lieferkosten und Mindestbestellwerte lassen sich in vielen Systemen hinterlegen. Beachten Sie dabei den Datenschutz, denn Namen, Adressen und Telefonnummern sind personenbezogene Daten. Speichern Sie nur, was Sie für die Lieferung brauchen, und klären Sie, wo der Anbieter die Daten verarbeitet.

Für die Fahrer ist die Abrechnung am Schichtende entscheidend. Die Kasse sollte zeigen, welche Bestellungen ein Fahrer ausgeliefert hat, welche bar und welche mit Karte bezahlt wurden und welcher Betrag abzugeben ist. Kassieren Fahrer an der Haustür mit einem mobilen Kartenterminal, sollte das Terminal mit der Kasse verbunden sein. So stimmen Kassenbestand und Kartenumsätze am Abend überein, und Differenzen lassen sich einem Fahrer und einer Tour zuordnen.

Steuersätze und Pflichten

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Satz von 7 Prozent. Für die Pizzeria bedeutet das, dass Pizza, Pasta und Salate im Lokal, zur Abholung und bei Lieferung gleich behandelt werden. Getränke bleiben grundsätzlich bei 19 Prozent. Werden Pizza und Getränk als Angebot zum Gesamtpreis verkauft, muss die Kasse den Preis aufteilen. Die Methode dafür legen Sie am besten mit Ihrem Steuerbüro fest.

Daneben gelten die allgemeinen Pflichten für jede elektronische Kasse. Seit 2020 ist eine zertifizierte TSE vorgeschrieben, und jedem Kunden ist ein Beleg auszugeben, gedruckt oder digital. Seit 2025 muss jede Kasse über ELSTER beim Finanzamt gemeldet sein. Bei einer unangekündigten Kassennachschau müssen die Daten im DSFinV-K-Format exportiert werden können. Kassendaten sind grundsätzlich zehn Jahre aufzubewahren.

Worauf Sie beim Vergleich achten

Viele Funktionen für Lieferung und Portale sind als Zusatzmodule bepreist. Vergleichen Sie deshalb nicht nur die Grundgebühr, sondern den Preis für genau Ihren Bedarf, inklusive Hardware, TSE, Kartengebühren und Vertragslaufzeit. Fragen Sie, ob der Support auch am Freitag und Samstag am Abend erreichbar ist, denn dann ist in der Pizzeria Hochbetrieb. Lassen Sie sich außerdem zeigen, wie die Kasse bei einem Ausfall der Internetverbindung weiterarbeitet, und ob Bestellungen aus den Portalen in diesem Fall zwischengespeichert werden. Eine Vorführung mit Ihren eigenen Artikeln und Extras zeigt am schnellsten, ob die Bedienung zu Ihren Abläufen passt.

Fragen zum Kassensystem für Pizzerien

Smartkasse24 nennt Pizzerien ausdrücklich und legt einen Schwerpunkt auf Gastronomie und Lieferdienst. Die übrigen verglichenen Anbieter adressieren die Gastronomie allgemein. Wichtig sind die Anbindung von Lieferportalen, die Verwaltung von Kundenadressen und eine schnelle Bonierung.

Für Speisen gilt seit dem 1. Januar 2026 dauerhaft 7 Prozent, egal ob im Lokal gegessen, abgeholt oder geliefert. Getränke unterliegen grundsätzlich 19 Prozent.

Viele Kassensysteme bieten dafür Schnittstellen oder Module. Ob ein bestimmtes Portal angebunden ist, sollten Sie vor Vertragsabschluss beim Anbieter erfragen.

Nicht zwingend. Oft wird die Bestellung an der Hauptkasse erfasst und der Fahrer kassiert bar oder mit einem mobilen Kartenterminal. Wichtig ist, dass jede Zahlung nachvollziehbar in der Kasse landet.

Ja, seit dem 1. Januar 2025 ist jede elektronische Kasse über ELSTER zu melden. Neue Kassen müssen innerhalb eines Monats nach der Anschaffung gemeldet werden.

Passend für Pizzerien

Transparenzhinweis

Die Angaben zu Anbietern beruhen auf Anbieterangaben und öffentlich zugänglichen Quellen, Stand September 2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch, eine Nennung ist keine Empfehlung und bedeutet nicht, dass ein Anbieter Partner von Kassensystem Experten ist. Steuerliche Hinweise ersetzen keine Beratung.