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Kassensysteme für Buchhandlungen 2026, 5 Anbieter im Vergleich

In der Buchhandlung treffen gebundene Ladenpreise, Kundenbestellungen über Nacht und ein Sortiment aus Büchern und Non-Books aufeinander. Die Kasse muss Titel per ISBN erfassen, Rabatte auf preisgebundene Bücher verhindern und Bestellungen sauber verwalten. Wir vergleichen fünf Kassensysteme anhand belegter Anbieterangaben.

Touchkasse mit Barcodescanner auf der Holztheke einer Buchhandlung, daneben ein kleiner Stapel Bücher

Buchhandelskasse auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

Fünf Kassensysteme für Buchhandlungen im Überblick

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Wertung. Die Spalte zur Branche zeigt, ob der Anbieter Buchhandlungen selbst als Zielgruppe nennt.

AnbieterFür Buchhandlungen ausgewiesenEinstieg laut QuelleTSE
Lightspeednicht ausdrücklich genannt69 Euro im Monat im Jahresvertrag, DrittquelleCloud-TSE über fiskaly
ready2ordernicht ausdrücklich genannt35,90 Euro im Monat plus TSE 15,90 EuroCloud-TSE als Zusatzpaket
REA Cardnicht ausdrücklich genanntKasse K21 ab 49,90 Euro im Monat bei 60 Monaten Miete, zuzüglich Software und TSEgetrennt bepreist
Smartkasse24nicht ausdrücklich genannt39 Euro im Monat, Module 9 und 24 EuroCloud-TSE
Tillhubnicht ausdrücklich genanntPOS Go ab 30 Euro im Monat inklusive TSECloud-TSE über fiskaly

Stand September 2026, Preise ohne Umsatzsteuer. Maßgeblich ist immer das konkrete Angebot.

Was die Systeme für Buchhandlungen bieten

Lightspeed für Buchhandlungen

Börsennotierter Anbieter aus Montreal mit getrennten Lösungen für Gastronomie und Handel. Stärken liegen bei mehreren Standorten, Warenwirtschaft und offener API. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Buchhandlungen nennt Lightspeed nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

ready2order für Buchhandlungen

Cloud-Kasse aus Wien mit vollständig veröffentlichter Preisliste. Läuft auf iOS, macOS, Android und Windows, dazu vier Eigengeräte. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Buchhandlungen nennt ready2order nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

REA Card für Buchhandlungen

Hersteller aus Mühltal mit eigener Fertigung in Deutschland. Terminal, Kasse, Software und Zahlungsabwicklung kommen aus einer Hand. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Buchhandlungen nennt REA Card nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Smartkasse24 für Buchhandlungen

Cloud-Kasse aus Essen mit schlankem Basistarif und Schwerpunkt Gastronomie und Lieferdienst. Einrichtung, Schulung und Support sind im Preis enthalten. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Buchhandlungen nennt Smartkasse24 nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Tillhub für Buchhandlungen

Cloud-Kasse aus Berlin, seit 2022 Teil der Payment-Gruppe Unzer. Von der iPad-Kasse bis zum mobilen Kompaktgerät POS Go, auch für Filialnetze. Eine ausdrückliche Branchenlösung für Buchhandlungen nennt Tillhub nicht.

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Was ein Kassensystem für Buchhandlungen können sollte

ISBN-Scan

Bücher per Barcode erfassen, Titeldaten möglichst aus einer Datenbank übernehmen.

Buchpreisbindung

Rabatte auf preisgebundene Titel sperren und nur für zulässige Ausnahmen freigeben.

Kundenbestellung

Bestellungen für Kunden erfassen, mit Abholbenachrichtigung und Anzahlung.

Barsortiment

Schnittstelle für Bestellungen und Lieferungen beim Barsortiment oder Verlag.

Steuersätze

Bücher mit 7 Prozent, Schreibwaren, Spiele und Geschenke mit 19 Prozent.

Gutscheine

Buchgutscheine verkaufen und einlösen, mit Restbetrag.

Gesetzliche Vorgaben für die Kasse

Buchpreisbindung in der Kasse

Nach dem Buchpreisbindungsgesetz bestimmt der Verlag oder Importeur den Ladenpreis für neue Bücher, und dieser Preis gilt beim Verkauf an Endkunden. Ausnahmen gibt es etwa für Mängelexemplare und für bestimmte Nachlässe an Bibliotheken. Eine Kasse, die freie Rabatte auf gebundene Titel sperrt, schützt vor Fehlern.

So finden Sie das passende System

Kosten richtig vergleichen

Neben der Monatsgebühr zählen Hardware, TSE, Einrichtung, Laufzeit und Gebühren je Kartenzahlung. Wie das konkret aussieht, zeigt unser Ratgeber zu den Kosten.

Kassensystem für Buchhandlungen finden

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Was eine Kasse in der Buchhandlung leisten muss

Die Buchpreisbindung bestimmt den Preis

Für neue Bücher gilt in Deutschland die Buchpreisbindung. Nach dem Buchpreisbindungsgesetz legt der Verlag oder Importeur den Ladenpreis fest, und dieser Preis ist beim Verkauf an Endkunden einzuhalten, im Laden genauso wie im Onlinehandel. Freie Rabatte, wie sie im übrigen Einzelhandel üblich sind, sind bei gebundenen Titeln deshalb nicht erlaubt. Das Gesetz kennt nur bestimmte Ausnahmen. Dazu gehören zum Beispiel Mängelexemplare mit äußerlich erkennbaren Schäden, Verkäufe an Verlage, Buchhändler und deren Angestellte für den Eigenbedarf sowie bestimmte Nachlässe für Bibliotheken. Gebrauchte Bücher unterliegen der Preisbindung nicht. Die Preisbindung kann vom Verlag frühestens 18 Monate nach dem Erscheinen aufgehoben werden. Auch E-Books, die gedruckte Bücher ersetzen, fallen unter die Preisbindung.

Für die Kasse bedeutet das, dass Rabattfunktionen bei gebundenen Titeln gesperrt sein sollten. Idealerweise kennzeichnet die Kasse jeden Titel als gebunden oder ungebunden und erlaubt Nachlässe nur für Non-Books, gebrauchte Bücher oder zulässige Ausnahmen. Das schützt vor Fehlern im Alltag, etwa bei Aktionen, die nur für einen Teil des Sortiments gelten sollen.

Titeldaten und Barsortiment

Eine Buchhandlung führt oft mehrere tausend Titel, und laufend kommen Neuerscheinungen hinzu. Jeden Titel von Hand anzulegen, wäre kaum zu schaffen. Branchentypisch ist deshalb die Anbindung an Titeldatenbanken, aus denen Autor, Titel, Verlag und Ladenpreis über die ISBN übernommen werden. Ebenso üblich ist eine Schnittstelle zum Barsortiment, also zu den Zwischenbuchhändlern, über die viele Titel kurzfristig bestellt und oft schon am nächsten Tag geliefert werden. Allgemeine Kassensysteme für den Einzelhandel bieten solche Schnittstellen nicht immer. Fragen Sie deshalb vor dem Vertragsabschluss konkret nach, welche Titeldaten und welche Bestellschnittstellen angebunden sind, oder ob eine spezialisierte Warenwirtschaft für den Buchhandel mit der Kasse verbunden werden kann.

Kundenbestellungen

Ein großer Teil des Geschäfts sind Bestellungen für Kunden. Ein Titel ist nicht vorrätig, wird bestellt und am nächsten Tag abgeholt. Die Kasse sollte solche Bestellungen mit Kundendaten, Bestelldatum und Status erfassen und eine Benachrichtigung bei Eingang ermöglichen. Wird eine Anzahlung geleistet, muss sie bei der Abholung korrekt verrechnet werden. Bei Kundendaten sind die Regeln des Datenschutzes zu beachten.

Hilfreich sind außerdem Auswertungen nach Warengruppen, Verlagen und Abverkauf. Sie zeigen, welche Titel und Themen in Ihrem Laden gefragt sind, welche Ware lange liegt und wann sich eine Remission an den Verlag lohnt. Wird der Bestand in der Kasse geführt, lässt sich auch die jährliche Inventur mit dem Scanner deutlich schneller erledigen, und Differenzen werden früh sichtbar.

Steuersätze für Bücher und Non-Books

Bücher und E-Books unterliegen dem ermäßigten Satz von 7 Prozent. Viele Buchhandlungen führen daneben Non-Books wie Schreibwaren, Kalender, Spiele oder Geschenkartikel, für die häufig 19 Prozent gelten. Die Kasse muss jedem Artikel den richtigen Satz fest zuordnen. Bei Buchgutscheinen, die für das gesamte Sortiment einlösbar sind, steht der Steuersatz beim Verkauf noch nicht fest. Solche Gutscheine sind in der Regel Mehrzweckgutscheine und werden erst bei der Einlösung besteuert. Klären Sie die Einordnung mit Ihrem Steuerbüro.

Rechnungen und Pflichten

Buchhandlungen beliefern häufig Schulen, Bibliotheken und Firmen auf Rechnung. Seit 2025 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können, ab 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz sie ausstellen, ab 2028 alle. Daneben gelten die allgemeinen Kassenpflichten mit zertifizierter TSE, Belegausgabe, Meldung über ELSTER und Export im DSFinV-K-Format.

Fragen zum Kassensystem für Buchhandlungen

Keiner der fünf verglichenen Anbieter nennt Buchhandlungen ausdrücklich als Zielgruppe. Alle adressieren den Einzelhandel allgemein. Prüfen Sie deshalb genau, ob ISBN-Scan, Rabattsperre für gebundene Titel und eine Anbindung an Barsortiment oder Titeldaten möglich sind. Daneben gibt es spezialisierte Branchenlösungen für den Buchhandel.

Neue Bücher unterliegen der Buchpreisbindung. Der vom Verlag festgesetzte Ladenpreis gilt beim Verkauf an Endkunden. Das Gesetz kennt Ausnahmen, etwa für Mängelexemplare oder bestimmte Nachlässe an Bibliotheken. Gebrauchte Bücher sind nicht gebunden.

Bücher und E-Books unterliegen dem ermäßigten Satz von 7 Prozent. Für viele Non-Books wie Schreibwaren, Spiele oder Geschenkartikel gilt 19 Prozent.

Ja, E-Books, die gedruckte Bücher ersetzen und zum dauerhaften Zugriff angeboten werden, fallen ebenfalls unter die Buchpreisbindung.

Ja, jede elektronische Kasse braucht seit dem 1. Januar 2020 eine zertifizierte TSE nach Paragraf 146a AO und ist seit 2025 über ELSTER beim Finanzamt zu melden.

Passend für Buchhandlungen

Transparenzhinweis

Die Angaben zu Anbietern beruhen auf Anbieterangaben und öffentlich zugänglichen Quellen, Stand September 2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch, eine Nennung ist keine Empfehlung und bedeutet nicht, dass ein Anbieter Partner von Kassensystem Experten ist. Steuerliche Hinweise ersetzen keine Beratung.