Startseite » Kassensystem Vergleich » Kassensystem Wissen » Kassensystem mieten statt kaufen, was für Betriebe spricht
Ein Kassensystem zu mieten lohnt sich vor allem für Betriebe, die wenig Kapital binden, flexibel bleiben oder eine Kasse nur zeitweise brauchen. Statt den Kaufpreis auf einmal zu zahlen, entrichten Sie eine monatliche Miete für Hardware, Software oder beides. Über eine lange Nutzungsdauer ist der Kauf meist günstiger.
Ein neues Kassensystem bedeutet für viele Betriebe eine spürbare Anfangsinvestition. Tablet, Bondrucker, Kassenlade, Kartenterminal und Software kommen schnell zusammen. Eine Alternative ist die Miete. Dabei zahlen Sie einen festen Monatsbetrag und erhalten dafür Geräte, Software und oft auch Service. Das schont die Liquidität, bindet Sie aber an einen Vertrag. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Mietmodelle es gibt, welche Punkte im Vertrag entscheidend sind und für welche Betriebe sich die Miete wirklich lohnt.
Beim Mieten überlässt Ihnen ein Anbieter die Kassenhardware für eine vereinbarte Zeit gegen ein monatliches Entgelt. Das Eigentum bleibt beim Vermieter. Endet der Vertrag, geben Sie die Geräte zurück oder verlängern die Miete. Die Kassensoftware läuft bei den meisten modernen Anbietern ohnehin als Abo, sodass sich Miete und Lizenz zu einem Gesamtpaket verbinden.
Wichtig ist der Unterschied zum Leasing. Beim Leasing schaltet sich oft eine Leasinggesellschaft dazwischen, die Laufzeiten sind meist fest und länger, und am Ende gibt es häufig eine Kaufoption. Die Miete ist in der Regel flexibler und direkt mit dem Kassenanbieter vereinbart. Einen Überblick über alle Kostenarten finden Sie im Ratgeber zu den Kosten eines Kassensystems.
Für die gesetzlichen Pflichten spielt die Vertragsform keine Rolle. Eine gemietete Kasse muss genauso eine zertifizierte TSE haben, Belege ausgeben und über ELSTER beim Finanzamt gemeldet werden wie eine gekaufte. Verantwortlich für die ordnungsgemäße Kassenführung bleiben immer Sie als Betreiber, nicht der Vermieter.
Am Markt haben sich drei Modelle durchgesetzt, dazu kommt die Kurzzeitmiete für besondere Anlässe. Sie unterscheiden sich vor allem darin, was im Monatsbetrag enthalten ist und wie lange Sie gebunden sind.
Sie mieten einzelne Geräte wie Tablet, Drucker oder Terminal und zahlen die Software separat als Abo.
Hardware, Software, TSE und Support sind in einer Monatsrate gebündelt. Das ist bequem, aber schwerer zu vergleichen.
Sie nutzen eigene Geräte und zahlen nur die Kassensoftware monatlich. Streng genommen ist das keine Miete, wird aber oft so bezeichnet.
Für Feste, Märkte oder Messen vermieten manche Anbieter Kassen für Tage oder Wochen.
Gerade bei Komplettpaketen lohnt sich ein genauer Blick. Ein Cloud Kassensystem mit gemieteter Hardware kann günstig wirken, enthält aber nicht immer Kartenzahlung, Bondrucker oder Updates der TSE. Lassen Sie sich jede Position einzeln ausweisen.
Die Miete hat klare Stärken bei Liquidität und Planbarkeit. Auf lange Sicht kann sie aber teurer werden als ein Kauf, weil die Monatsrate auch Service, Risiko und Marge des Anbieters enthält.
| Aspekt | Miete | Kauf |
|---|---|---|
| Startkosten | gering | hoch |
| Monatliche Belastung | feste Rate | nur Software und Service |
| Defekte Geräte | Austausch oft inklusive | Reparatur auf eigene Kosten |
| Technischer Stand | Tausch bei Vertragsende möglich | Neukauf nötig |
| Gesamtkosten auf Jahre | meist höher | meist niedriger |
| Flexibilität | abhängig von der Kündigungsfrist | hoch |
Rechnen Sie deshalb immer über die gesamte Nutzungsdauer. Multiplizieren Sie die Monatsrate mit der geplanten Nutzung in Monaten und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Kaufpreis plus laufenden Kosten für Software und Wartung. Beziehen Sie dabei auch ein, dass gekaufte Geräte nach einigen Jahren ersetzt werden müssen, weil Tablets keine Updates mehr erhalten oder Akkus nachlassen. Bei der Miete trägt dieses Risiko häufig der Anbieter.
Ein Mietvertrag für Kassen ist schnell unterschrieben. Ärgerlich wird es, wenn später unklar ist, wer für einen Defekt aufkommt oder wie lange Sie gebunden sind. Achten Sie besonders auf die folgenden Punkte.
Ihre Kassendaten müssen Sie auch nach Vertragsende aufbewahren und dem Finanzamt im DSFinV-K Format bereitstellen können. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, wie Sie die Daten bei Rückgabe der Geräte erhalten.
Die Miete passt besonders dann, wenn Kapital knapp ist oder sich der Bedarf noch ändern kann. Ein neu eröffnetes Café kann so mit wenig Startkapital loslegen und später Geräte ergänzen. Saisonbetriebe wie Eisdielen oder Biergarten profitieren, wenn der Vertrag kurze Laufzeiten erlaubt.
In der Gastronomie spielt zusätzlich der Austauschservice eine große Rolle. Ein Ausfall am Freitagabend kostet Umsatz, und ein schneller Gerätetausch kann den höheren Mietpreis rechtfertigen. Wer dagegen seit Jahren stabil arbeitet und die Geräte lange nutzt, fährt mit einem Kauf auf Dauer meist günstiger.
Viele Mietpakete enthalten ein Kartenterminal. Prüfen Sie, ob das Terminal nur gemietet ist oder ob es an einen bestimmten Zahlungsdienstleister gebunden ist. Bei einer Bindung fallen neben der Miete auch Gebühren pro Transaktion an. Diese variable Position kann je nach Umsatz höher sein als die eigentliche Gerätemiete.
Fragen Sie außerdem, ob Sie das Terminal getrennt von der Kasse kündigen können. So bleiben Sie flexibel, wenn sich bessere Konditionen für die Kartenzahlung finden.
Im Preisrechner erhalten Sie passende Angebote für Kauf und Miete, kostenlos und unverbindlich.
Mietangebote sind oft unterschiedlich aufgebaut. Der eine Anbieter rechnet pro Gerät, der andere pro Kassenplatz, ein dritter bündelt alles in einem Paketpreis. Damit Sie fair vergleichen können, bringen Sie alle Angebote auf denselben Nenner. Legen Sie zuerst fest, wie viele Kassenplätze, Drucker und Terminals Sie brauchen und welche Funktionen Pflicht sind. Fordern Sie dann für genau diese Ausstattung ein Angebot mit Monatsrate, Einmalkosten und Laufzeit an.
Ein Probemonat oder eine Testphase der Software hilft zusätzlich, bevor Sie sich länger binden.
Mietzahlungen für betrieblich genutzte Kassen sind in der Regel Betriebsausgaben. Anders als beim Kauf müssen Sie keine Abschreibung über mehrere Jahre vornehmen. Die genaue Behandlung hängt aber vom Vertrag ab, etwa wenn eine Kaufoption vereinbart ist. Klären Sie das mit Ihrem Steuerbüro. Grundlagen zur Abschreibung beim Kauf lesen Sie im Ratgeber Kassensystem steuerlich absetzen.
Die Entscheidung zwischen Kassensystem mieten und kaufen hängt von Budget, Planungshorizont und Serviceanspruch ab. Die Tabelle stellt die wichtigsten Unterschiede gegenüber.
| Kriterium | Miete | Kauf |
|---|---|---|
| Anfangskosten | gering, oft nur Einrichtung | voller Kaufpreis für die Hardware |
| Gesamtkosten über Jahre | meist höher | meist niedriger bei langer Nutzung |
| Service und Austausch | häufig im Mietpreis enthalten | separat über Garantie oder Servicevertrag |
| Flexibilität | Geräte lassen sich je nach Vertrag aufstocken oder zurückgeben | Geräte bleiben Ihr Eigentum |
| Steuer | Miete als laufende Betriebsausgabe | Abschreibung über die Nutzungsdauer |
Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag Kassensystem mieten oder kaufen. Wer den Kauf prüft, liest weiter bei Registrierkasse kaufen.
Ein mobiles Kassensystem zu mieten lohnt sich, wenn die Kasse nur wenige Tage oder Wochen gebraucht wird, etwa für ein Stadtfest, eine Messe, einen Weihnachtsmarkt oder die Saison im Biergarten. So läuft eine Anfrage in der Regel ab.
Auch eine gemietete elektronische Kasse ist mit TSE zu betreiben und über ELSTER zu melden. Geräte und Einsatzbereiche erklärt die Seite zum mobilen Kassensystem, Hinweise für Feste und Messen stehen auf der Seite für Events.
Unter dem Begriff Kassensystem mieten werden ganz unterschiedliche Angebote zusammengefasst.
Bei Anbietern wie SumUp wird die Hardware meist gekauft und nur die Software im Abo bezahlt. Prüfen Sie deshalb immer, welcher Teil eines Angebots tatsächlich gemietet ist.
Das hängt von Geräten, Software und Service ab. Seriöse Anbieter nennen eine monatliche Rate ohne Umsatzsteuer und weisen die enthaltenen Leistungen einzeln aus. Vergleichen Sie Angebote am besten über den Preisrechner.
Die Geräte bleiben Eigentum des Vermieters. Sie dürfen sie während der Laufzeit nutzen und geben sie bei Vertragsende zurück.
Bei vielen Komplettpaketen ja, aber nicht bei allen. Lassen Sie sich bestätigen, ob die TSE und ihr späterer Tausch in der Rate enthalten sind.
Das regelt der Vertrag. Viele Anbieter haben Mindestlaufzeiten. Achten Sie vor der Unterschrift auf die Kündigungsfrist und eine mögliche automatische Verlängerung.
Die Daten müssen Sie weiter aufbewahren. Vereinbaren Sie einen vollständigen Export, bevor Sie die Geräte zurückgeben.
Ja. Die Meldepflicht über ELSTER gilt für jede elektronische Kasse, unabhängig davon, ob sie gekauft oder gemietet ist.
Ja. Viele Anbieter und Fachhändler vermieten mobile Kassen tage oder wochenweise, häufig vorkonfiguriert mit Artikeln, TSE und Bondrucker. Fragen Sie frühzeitig an, vor allem in der Saison für Feste und Märkte.
Ja. Die Meldepflicht über ELSTER gilt für jede elektronische Kasse, die Sie betreiben, unabhängig davon, ob sie gekauft, gemietet oder geleast ist. Die Meldung erfolgt innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme oder Außerbetriebnahme.
Ja, viele Mietangebote enthalten die TSE bereits. Achten Sie darauf, dass die Sicherheitseinrichtung zertifiziert ist und Sie die Daten vor der Rückgabe vollständig exportieren können.
Geben Sie Ihren Bedarf an und erhalten Sie kostenlos Angebote passender Anbieter.
Alle Kostenarten von Hardware bis Kartenzahlung.
Software im Abo mit Daten in der Cloud.
Was Restaurants und Bars brauchen.
Kartenzahlung richtig einplanen.