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Kassensysteme für Kinos 2026, 6 Anbieter im Vergleich

Ein Kassensystem im Kino muss zwei Welten verbinden, den Ticketverkauf mit Saalplan und Platzbuchung und die Theke mit Popcorn, Getränken und Merchandise. Tickets laufen meist über eine eigene Kino- und Ticketingsoftware, für Theke, Bar und Shop kommen allgemeine Kassensysteme in Frage, deren Umsätze idealerweise gemeinsam ausgewertet werden. Wir erklären, worauf es ankommt, und vergleichen sechs Kassensysteme für den Thekenbereich anhand belegter Anbieterangaben.

Kassensystem im Kinofoyer mit Tablet-Kasse, Bondrucker und Kartenterminal an der Theke

Kino auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

Sechs Kassensysteme für Kinos im Vergleich

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Wertung. Die zweite Spalte zeigt, ob der Anbieter Kinos selbst als Zielgruppe nennt.

AnbieterFür Kinos ausgewiesenEinstieg laut AnbieterTSESupport
Hypersoftnicht ausdrücklichPreis auf AnfrageHardware-TSE ausschließlich von Swissbit, Bezug nur über Hypersoft, TSE-Online-Archiv als ZusatzdienstServicezeiten laut Anbieter nicht dokumentiert
Lightspeednicht ausdrücklichGastronomiepaket Basic 89 Euro im Monat laut Preisseite des Anbieters, Hinweis zur USt fehlt, Stand Oktober 2026Cloud-TSE über fiskaly, DSFinV-K-Export im Back OfficeRund um die Uhr an sieben Tagen, auch auf Deutsch, kostenfreie Rufnummern für Deutschland und Österreich
ready2ordernicht ausdrücklichKassensystem-Abo 35,90 Euro im Monat im Jahresabo plus TSE-Paket 15,90 Euro, zusammen 51,80 Euro, Herstellerangabe ohne USt, Stand September 2026Cloud-TSE als kostenpflichtiges Zusatzpaket, laut Drittquelle über fiskalyKostenloser Telefonsupport täglich 8 bis 22 Uhr, dazu Chat und Kontaktformular
SumUpnicht ausdrücklichKassensoftware im Basistarif 0 Euro im Monat, SumUp Kasse einmalig 399 Euro, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026TSE-Konformität laut Anbieter in der Kasse enthalten, TSE-Dienst nicht genannt, beim Point-of-Sale-System Cloud-TSE ohne AufpreisServicezeiten laut Anbieter nicht dokumentiert
Tillhubnicht ausdrücklichPOS Go ab 30 Euro im Monat inklusive TSE, Herstellerangabe ohne USt, Stand September 2026Cloud-TSE von fiskaly, Server in DeutschlandTelefonsupport an sieben Tagen, am Wochenende 9 bis 18 Uhr, Werktagszeiten nicht dokumentiert
Vectronnicht ausdrücklichPreis auf AnfrageZertifizierte TSE nach KassenSichV über den Fachhandel, Typ und Preis beim HändlerInstallation, Schulung und Support über den Fachhändler, Zeiten nicht dokumentiert

Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer nach Anbieterangaben. Maßgeblich ist immer das konkrete Angebot.

Funktionen für Kinos im direkten Vergleich

Welche branchentypischen Funktionen die Anbieter nach eigenen Angaben mitbringen. Nicht dokumentiert heißt, dass wir dazu keine belastbare Angabe gefunden haben.

AnbieterOffene API für Ticketing-AnbindungGutscheineKundenkarte und TreueSelf-Order oder KioskWarenwirtschaftMehrere Kassen zentral
Hypersoftnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertjanicht dokumentiertja
Lightspeedjanicht dokumentiertjanicht dokumentiertjaja
ready2orderjajanicht dokumentiertneinjanicht dokumentiert
SumUpnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertja
Tillhubnicht dokumentiertjajanicht dokumentiertjaja
Vectronnicht dokumentiertnicht dokumentiertjanicht dokumentiertüber Partnerja

Welches System zu welchem Betrieb passt

Den Ticketverkauf mit Saalplan bildet keiner der verglichenen Anbieter ab, dafür gibt es eigene Kinosoftware. Verglichen werden deshalb Systeme für Theke, Bar und Shop, ausgewählt nach dokumentierter Gastronomie, Gutscheinen, Schnittstellen und mehreren Kassen.

Programmkino mit kleiner Theke

Ein oder zwei Säle, Getränke und Snacks an der Kasse, oft dieselbe Person für Tickets und Theke. Gefragt sind geringe Kosten und eine Thekenkasse, die neben dem Ticketsystem läuft.

Passende Kandidaten ready2order, SumUp, Tillhub

Multiplex mit großer Theke

Viele Gäste kurz vor Vorstellungsbeginn, mehrere Kassenplätze und eventuell Bestellkioske. Wichtig sind hohe Geschwindigkeit, Self-Order und eine zentrale Auswertung.

Passende Kandidaten Hypersoft, Lightspeed, Vectron

Kino mit Bar, Gastronomie und Events

Kinobar, Speisen vor oder nach dem Film und Sonderveranstaltungen. Gutscheine, Kundenbindung und mobile Kassen werden wichtig.

Passende Kandidaten Lightspeed, Tillhub, Vectron

Open-Air- oder Wanderkino

Vorstellungen an wechselnden Orten, oft ohne stabiles Netz. Ein mobiles Gerät mit Kartenleser und dokumentiertem Offlinebetrieb hilft.

Passende Kandidaten SumUp, Tillhub

Die Anbieter für Kinos im Einzelnen

Was die Systeme im Alltag eines Betriebs leisten, wo ihre Stärken liegen und wo Sie genauer hinsehen sollten.

Hypersoft Kassensystem mit Hardware, Bild des Herstellers

Hypersoft für Kinos

Hypersoft ist auf Gastronomie und Systemgastronomie ausgerichtet und bietet Self-Order-Kiosk, QR-Code-Bestellung und Küchenmonitor. Für ein Multiplex mit großer Theke kann ein Bestellkiosk die Schlangen vor der Vorstellung entlasten, eine Ticketing-Schnittstelle ist nicht dokumentiert. Hypersoft nennt Kinos nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Kinos

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Kino eine große Gastronomie mit Spitzen vor den Vorstellungen hat und Self-Order nutzen will.

Lightspeed für Kinos

Lightspeed bietet getrennte Linien für Gastronomie und Handel mit offenen und dokumentierten APIs, über die sich Daten mit anderen Systemen austauschen lassen. Kundenbindung, Warenwirtschaft, mehrere Standorte und Offlinebetrieb sind dokumentiert. Lightspeed nennt Kinos nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Kinos

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie Theke, Bar und Merchandise über mehrere Säle oder Häuser steuern und Daten per API mit dem Ticketing austauschen wollen.

Lightspeed Kassensystem mit Hardware, Bild des Herstellers
ready2order Kassensystem mit Hardware, Bild des Herstellers

ready2order für Kinos

ready2order hat eine offene API mit Bibliotheken für PHP und NodeJS und eine vollständig veröffentlichte Preisliste. Gutscheine, Warenwirtschaft und Barcode-Scanner sind dokumentiert, damit eignet sich das System für Theke und Kinoshop in kleinen Häusern. ready2order nennt Kinos nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Kinos

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Kino eine kleine Theke betreibt und Kosten und Schnittstellen vorab klar sein sollen.

SumUp für Kinos

SumUp verbindet eigene Kartenterminals mit Kassensoftware, die im Basistarif nichts kostet, dazu kommt die SumUp Kasse mit Kundendisplay. Für ein kleines Programmkino mit einfacher Theke ist das ein günstiger Weg, das Ticketing bleibt dabei ein eigenes System. SumUp nennt Kinos nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Kinos

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie ein kleines Kino mit wenigen Snacks und Getränken günstig ausstatten wollen.

SumUp Kassensystem mit Hardware, Bild des Herstellers
Tillhub Kassensystem mit Hardware, Bild des Herstellers

Tillhub für Kinos

Tillhub nennt Events als Zielgruppe und bietet Gutscheine, Kundenbindung, Warenwirtschaft und eine zentrale Steuerung mehrerer Kassen. Mit dem POS Go lässt sich auch ein mobiler Verkauf im Saal oder bei Open-Air-Vorstellungen abdecken. Tillhub nennt Kinos nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Kinos

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Kino Theke, Shop und Sonderveranstaltungen mit einem System und Gutscheinen abbilden will.

Vectron für Kinos

Vectron baut robuste stationäre Kassen für hohe Frequenz und das mobile POS M4 Pay, Vertrieb und Betreuung laufen über Fachhändler. Kundenbindung über bonVito und mehrere Standorte sind dokumentiert, eine Anbindung an Kinosoftware klären Sie mit dem Händler. Vectron nennt Kinos nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Kinos

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Kino an der Theke viele Buchungen in kurzer Zeit verarbeitet und Betreuung vor Ort möchte.

Vectron Kassensystem mit Hardware, Bild des Herstellers

Was ein Kassensystem für Kinos können sollte

Ticketing-Schnittstelle

Umsätze aus Kinokasse und Theke gemeinsam auswerten, Ticket und Snack in einem Vorgang.

Saalplan im Ticketsystem

Platzbuchung und Onlineverkauf laufen über die Kinosoftware, die Kasse fügt sich daneben ein.

Schnelle Theke

Viele Gäste kurz vor Vorstellungsbeginn, Schnellwahltasten und mehrere Kassenplätze.

Gutscheine und Kundenkarten

Kinogutscheine, Bonuskarten und Abos an Kasse und Theke einlösen.

Steuersätze trennen

Tickets, Speisen, Getränke und Merchandise mit dem jeweils richtigen Satz.

Auswertung für Meldungen

Nettoumsatz und Besucherzahlen für die monatliche FFA-Meldung bereitstellen.

Gesetzliche Vorgaben für die Kasse

Filmabgabe und FFA-Meldung

Die Filmabgabe der Kinos richtet sich nach den Nettoeintrittskartenerlösen. Kinos mit einem Vorjahresumsatz bis 150.000 Euro zahlen laut FFA keine Abgabe, darüber gelten Sätze von 1,8, 2,4 oder 3,0 Prozent. Umsatz und Besucherzahlen jedes Monats sind der FFA zu melden, laut Kinoleitfaden bis zum 10. des Folgemonats. Quelle FFA Filmförderungsanstalt, Stand Oktober 2026.

So finden Sie das passende System

Kosten richtig vergleichen

Neben der Monatsgebühr zählen Hardware, TSE, Einrichtung, Laufzeit und Gebühren je Kartenzahlung. Wie das konkret aussieht, zeigt unser Ratgeber zu den Kosten.

Kassensystem für Kinos finden

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Kassensystem im Kino, Tickets und Gastronomie abrechnen

Ticketsystem und Thekenkasse, zwei Welten im Kino

Im Kino laufen zwei Verkaufsvorgänge nebeneinander. An der Kinokasse werden Tickets mit festem Platz für eine bestimmte Vorstellung verkauft, an der Theke Popcorn, Nachos, Getränke und Süßwaren. Häufig steht dieselbe Person an beiden Stellen, gerade in kleinen Häusern. Der Ticketverkauf hängt eng an Programmplanung, Saalplan und Onlinebuchung und läuft deshalb fast immer über eine eigene Kino- und Ticketingsoftware. Für die Theke kann diese Software eine eigene Kassenfunktion mitbringen, oder Sie setzen ein allgemeines Kassensystem ein, das über eine Schnittstelle mit dem Ticketing zusammenarbeitet.

Was eine Kino- und Ticketingsoftware leistet

Spezialisierte Kinosoftware bildet Vorstellungen, Säle und Sitzpläne ab, verkauft Tickets an der Kasse und online, verwaltet Ermäßigungen, Reservierungen und Abos und liefert die Zahlen für Meldungen und Abrechnungen. Dazu gehören die monatliche Meldung von Umsatz und Besucherzahlen an die Filmförderungsanstalt und die Abrechnung mit den Filmverleihern. Diese Aufgaben übernimmt keines der allgemeinen Kassensysteme im Vergleich. Einzelne Kinoprodukte nennen wir bewusst nicht, weil wir sie nicht nach denselben Kriterien geprüft haben. Fragen Sie bei der Auswahl gezielt, ob die Kinosoftware eine eigene Thekenkasse mit TSE enthält oder eine Schnittstelle zu einem externen Kassensystem bietet.

Ticketing-Schnittstellen zur Kasse

Ideal ist, wenn ein Gast Ticket und Popcorn in einem Vorgang kaufen kann und beide Umsätze in einer gemeinsamen Auswertung landen. Dafür braucht es eine Schnittstelle zwischen Ticketsoftware und Kasse. Eine fertige Anbindung an Kinosoftware ist bei keinem der verglichenen Anbieter dokumentiert. Offene und dokumentierte APIs bieten Lightspeed und ready2order, darüber lässt sich eine Anbindung grundsätzlich umsetzen, der Aufwand hängt aber von der Kinosoftware ab. Ohne Schnittstelle bleiben Ticketing und Theke getrennte Systeme mit getrennten Tagesabschlüssen, was in kleinen Häusern oft völlig ausreicht. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag zur Kassensystem Schnittstelle.

Steuersätze für Tickets, Snacks und Getränke

Eintrittskarten für Filmvorführungen unterliegen nach dem Umsatzsteuergesetz dem ermäßigten Satz von 7 Prozent, wenn der Film nach dem Jugendschutzgesetz gekennzeichnet ist. Für Filme ohne Kennzeichnung gilt der Regelsatz von 19 Prozent. Popcorn und Nachos hat der Bundesfinanzhof im Urteil V R 3/07 als Lieferung mit 7 Prozent eingeordnet, und seit dem 1. Januar 2026 gilt der ermäßigte Satz ohnehin dauerhaft für Speisen in der Gastronomie. Getränke bleiben grundsätzlich bei 19 Prozent, für Merchandise gilt der Satz der jeweiligen Ware. Bei Kombiangeboten wie Ticket mit Getränk muss die Kasse den Preis aufteilen, die Methode legen Sie mit Ihrem Steuerbüro fest.

Filmabgabe und Meldungen an die FFA

Kinos melden der Filmförderungsanstalt jeden Monat Umsatz und Besucherzahlen, laut Kinoleitfaden bis zum 10. des Folgemonats. Die Filmabgabe richtet sich nach den Nettoeintrittskartenerlösen, Kinos mit einem Vorjahresumsatz bis 150.000 Euro sind laut FFA abgabefrei. Die Zahlen kommen aus dem Ticketsystem, nicht aus der Thekenkasse. Achten Sie deshalb darauf, dass Kombiangebote sauber getrennt werden, damit nur der Ticketanteil in die Meldung einfließt.

Gutscheine, Kundenkarten und Abos

Kinogutscheine sind ein beliebtes Geschenk. Damit Gäste sie für Tickets und Snacks nutzen können, müssen Ticketsystem und Thekenkasse auf dieselben Guthaben zugreifen, oder Sie geben Gutscheine getrennt für Ticket und Theke aus. Gutscheine sind im Vergleich bei ready2order und Tillhub dokumentiert, Kundenbindung bei Lightspeed, Tillhub und Vectron. Wie Einzweck- und Mehrzweckgutscheine steuerlich zu behandeln sind, klären Sie mit Ihrem Steuerbüro, unser Beitrag zum Gutscheinsystem an der Kasse erklärt die Abläufe.

Hardware für Kinokasse und Theke

An der Theke zählen Geschwindigkeit und Robustheit, denn kurz vor Vorstellungsbeginn bilden sich Schlangen. Stationäre Kassen mit Schnellwahltasten, Kundendisplay und Kartenterminal sind hier üblich, in großen Häusern auch Bestellkioske. Self-Order-Kiosk und QR-Code-Bestellung sind im Vergleich bei Hypersoft dokumentiert. Für Open-Air-Vorstellungen oder den Verkauf im Saal helfen mobile Geräte mit Kartenleser, Offlinebetrieb ist bei Lightspeed und Tillhub dokumentiert. Wer das Kino mit Eventbetrieb kombiniert, findet weitere Hinweise auf unserer Seite zum Kassensystem für Events.

Pflichten an der Kasse

Jede elektronische Kasse im Kino braucht eine zertifizierte TSE nach Paragraf 146a AO, das gilt für die Thekenkasse ebenso wie für die Kinokasse, an der Tickets verkauft und bezahlt werden. Jede Kasse ist über ELSTER beim Finanzamt zu melden, Gäste haben Anspruch auf einen Beleg, auch digital, und eine Kassennachschau ist jederzeit unangekündigt möglich. Klären Sie mit dem Anbieter der Ticketsoftware, wie die TSE dort umgesetzt ist und wie die Daten im DSFinV-K-Format exportiert werden.

Fragen zum Kassensystem für Kinos

Für den Ticketverkauf mit Saalplan nutzen Kinos meist eigene Kino- und Ticketingsoftware. Für Theke, Bar und Shop kommen allgemeine Kassensysteme in Frage, im Vergleich etwa ready2order, SumUp oder Tillhub für kleine Häuser und Hypersoft, Lightspeed oder Vectron für große Theken. Entscheidend ist, wie Ticketing und Thekenkasse zusammenarbeiten.

Das hängt von der Kinosoftware ab. Manche Ticketsysteme bringen eine eigene Thekenkasse mit, andere arbeiten über Schnittstellen mit einem separaten Kassensystem. Eine fertige Anbindung an Kinosoftware ist bei keinem Anbieter im Vergleich dokumentiert, offene APIs bieten Lightspeed und ready2order. Lassen Sie sich den gemeinsamen Ablauf vorführen.

Für Kinokarten gilt der ermäßigte Satz von 7 Prozent, wenn der Film nach dem Jugendschutzgesetz gekennzeichnet ist, sonst 19 Prozent. Popcorn und Nachos hat der Bundesfinanzhof im Urteil V R 3/07 als Lieferung mit 7 Prozent eingeordnet, Speisen in der Gastronomie unterliegen seit dem 1. Januar 2026 ohnehin 7 Prozent. Getränke bleiben grundsätzlich bei 19 Prozent.

Ja, wenn Tickets an einer elektronischen Kasse verkauft und bezahlt werden. Jedes elektronische Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion braucht eine zertifizierte TSE und ist über ELSTER zu melden. Lassen Sie sich die Umsetzung vom Anbieter der Ticketsoftware bestätigen.

Kinos melden der Filmförderungsanstalt monatlich Umsatz und Besucherzahlen. Die Filmabgabe richtet sich nach den Nettoeintrittskartenerlösen, bis 150.000 Euro Vorjahresumsatz ist sie laut FFA nicht zu zahlen. Die Zahlen liefert in der Regel das Ticketsystem.

Gutscheine sollten in Ticketsystem und Thekenkasse gleichermaßen einlösbar sein, sonst entstehen getrennte Guthaben. Gutscheine sind im Vergleich bei ready2order und Tillhub dokumentiert. Die steuerliche Behandlung von Einzweck- und Mehrzweckgutscheinen klären Sie mit dem Steuerbüro.

Laut Herstellerangaben ohne Umsatzsteuer reicht die Spanne von SumUp mit Kassensoftware im Basistarif ohne Monatsgebühr und der SumUp Kasse für 399 Euro über Tillhub ab 30 Euro im Monat inklusive TSE bis ready2order mit 51,80 Euro inklusive TSE-Paket. Hypersoft und Vectron nennen Preise auf Anfrage, Kosten für eine Schnittstelle zur Kinosoftware kommen gegebenenfalls hinzu.

Online-Tickets werden über den Webshop der Kinosoftware verkauft und meist unbar bezahlt. Wie diese Umsätze aufgezeichnet werden und in Buchhaltung und FFA-Meldung einfließen, klären Sie mit dem Softwareanbieter und Ihrem Steuerbüro.

Ja, für Ticketverkauf, Saalplan, Onlinebuchung, Programmplanung und Meldungen gibt es eigene Kinosoftware, die oft auch Verleihabrechnung und Statistik abdeckt. Allgemeine Kassensysteme ersetzen sie nicht, sondern ergänzen sie an Theke, Bar und Shop.

Passend für Kinos

Transparenzhinweis

Die Angaben zu Anbietern beruhen auf Anbieterangaben und öffentlich zugänglichen Quellen, Stand Oktober 2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch, eine Nennung ist keine Empfehlung und bedeutet nicht, dass ein Anbieter Partner von Kassensystem Experten ist. Bilder der Kassensysteme stammen von den jeweiligen Herstellern, Bilder zur Branche sind redaktionelle Symbolbilder. Steuerliche Hinweise ersetzen keine Beratung.