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TSE im Kassensystem, Pflicht, Varianten, Kosten und Meldung 2026

Inhalt

Seit 2020 brauchen elektronische Kassen in Deutschland eine technische Sicherheitseinrichtung, kurz TSE. Sie zeichnet jeden Kassenvorgang manipulationssicher auf. Seit 2025 kommt die Pflicht hinzu, jede Kasse beim Finanzamt zu melden. Dieser Beitrag erklärt, was eine TSE leistet, welche Varianten es gibt, was sie kostet und wie die Meldung funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist eine TSE?

Die technische Sicherheitseinrichtung besteht aus drei Teilen. Ein Sicherheitsmodul signiert jeden Vorgang, ein Speichermedium legt die Daten unveränderbar ab und eine digitale Schnittstelle erlaubt den Export für Prüfungen. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Umsätze nachträglich nicht unbemerkt verändert werden können.

Wer ist zur TSE verpflichtet?

Die Kassensicherungsverordnung schreibt seit dem 1. Januar 2020 vor, dass jedes elektronische Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion eine zertifizierte TSE hat. Das gilt unabhängig vom Umsatz, also auch für Kleinunternehmer. Betroffen sind unter anderem

Ausgenommen ist nur, wer ohne elektronische Kasse arbeitet und eine offene Ladenkasse führt. Dafür gelten dann strenge Regeln für das Kassenbuch und den täglichen Kassenbericht.

Hardware-TSE oder Cloud-TSE

Am Markt haben sich zwei Varianten durchgesetzt. Welche passt, hängt vor allem von der Zahl der Kassen und der Internetverbindung ab.

Hardware-TSE

Ein USB-Stick, eine SD- oder microSD-Karte direkt an der Kasse. Arbeitet ohne Internet, muss aber je Kasse vorhanden sein und bei Ablauf getauscht werden.

Cloud-TSE

Die Signatur erfolgt über einen zertifizierten Dienst im Internet. Praktisch bei mehreren Kassen und mobilen Geräten, setzt aber eine stabile Verbindung voraus.

Aus unseren Anbieterprofilen

Viele Cloud-Kassen setzen auf eine Cloud-TSE, etwa Tillhub und Lightspeed über den Dienst fiskaly. Eine Hardware-TSE als Alternative ist bei beiden nicht dokumentiert. Wenn Ihre Internetverbindung schwankt, fragen Sie gezielt nach dem Verhalten bei Ausfall.

Was kostet eine TSE?

Die Kosten hängen von der Variante und vom Anbieter ab. Viele Kassenanbieter haben die TSE fest im Monatspaket, andere berechnen sie als Zusatzpaket.

BeispielAngabe laut Quelle
ready2order TSE-Paket15,90 Euro im Monat ohne Umsatzsteuer
Tillhub POS GoTSE im Monatspreis ab 30 Euro enthalten
Tillhub Cloud-TSE außerhalb dieses Tarifs119 Euro im Jahr, Drittquelle

Stand September 2026. Bei Hardware-TSE kommen einmalige Kosten für das Modul und später für den Tausch nach Ablauf des Zertifikats hinzu.

Kasse beim Finanzamt melden

Seit dem 1. Januar 2025 müssen elektronische Kassen dem Finanzamt über ELSTER gemeldet werden. Kassen, die vor dem 1. Juli 2025 angeschafft wurden, waren bis zum 31. Juli 2025 nachzumelden. Seitdem gilt eine Frist von einem Monat nach Anschaffung oder Außerbetriebnahme. Anzugeben sind unter anderem

Viele Kassensysteme stellen die nötigen Angaben als Export bereit. Fragen Sie Ihren Anbieter danach, das spart Tipparbeit und Fehler.

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Häufige Fragen

Der Betrieb einer elektronischen Kasse ohne zertifizierte TSE ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann. Bei einer Prüfung drohen zusätzlich Hinzuschätzungen, weil die Kassenführung als nicht ordnungsgemäß gilt.

Oft ja, viele Hersteller bieten Nachrüstsätze an. Bei sehr alten Kassen ohne passende Schnittstelle ist eine Neuanschaffung häufig wirtschaftlicher.

Die Zertifikate sind befristet. Laut öffentlichen Angaben ist die Cloud-TSE von fiskaly zum Beispiel bis 2029 zertifiziert. Fragen Sie Ihren Anbieter nach dem Ablaufdatum und danach, wie der Tausch organisiert wird.

Ja. Die Pflicht hängt nicht vom Umsatz ab, sondern davon, ob eine elektronische Kasse genutzt wird.

Ja. Auch die Außerbetriebnahme einer Kasse ist innerhalb eines Monats über ELSTER zu melden.

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