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Kassensysteme für kleine Läden und Kleinbetriebe 2026, 7 Anbieter im Vergleich

Ein Kassensystem für den kleinen Laden muss nicht viel können, aber das Richtige. Meist reichen Artikelverwaltung mit Barcode, Kartenzahlung, Belege, ein schneller Tagesabschluss und der Export für das Steuerbüro, Warenwirtschaft und Onlineshop-Anbindung lohnen sich erst bei größerem Sortiment. Wir vergleichen sieben Kassensysteme anhand belegter Anbieterangaben und zeigen, welcher Funktionsumfang zu welchem Laden passt.

Tablet-Kasse mit Bondrucker und Kartenterminal in einem kleinen Ladengeschäft

Kleiner Laden auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

Sieben Kassensysteme für kleine Läden und Kleinbetriebe im Vergleich

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Wertung. Die zweite Spalte zeigt, ob der Anbieter Kleinbetriebe selbst als Zielgruppe nennt.

AnbieterFür Kleinbetriebe ausgewiesenEinstieg laut AnbieterTSESupport
helloCashnicht ausdrücklichTarif Gratis 0 Euro im Monat, TSE für Deutschland 199 Euro im Jahr, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026TSE für Deutschland gesondert gebucht, 199 Euro im Jahr ohne USt, unbegrenzte SignaturenKI-gestützter E-Mail-Support im Gratistarif, Team-Support ab Premium, Premium-Support gegen Aufpreis
LocaFoxnicht ausdrücklichGerät MOVE 399 Euro, dazu Softwarepaket laut Preisseite des Anbieters, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026Wahlweise Hardware-TSE oder Cloud-TSEMontags bis samstags 7 bis 23 Uhr
ready2ordernicht ausdrücklichKassensystem-Abo 35,90 Euro im Monat im Jahresabo plus TSE-Paket 15,90 Euro, zusammen 51,80 Euro, Herstellerangabe ohne USt, Stand September 2026Cloud-TSE als kostenpflichtiges Zusatzpaket, laut Drittquelle über fiskalyKostenloser Telefonsupport täglich 8 bis 22 Uhr, dazu Chat und Kontaktformular
Shopify POSnicht ausdrücklichPreis auf AnfrageCloud-TSE von fiskaly über die Shopify TSE-App, kostenpflichtig je Standort und MonatServicezeiten laut Anbieter nicht dokumentiert
SumUpnicht ausdrücklichKassensoftware im Basistarif 0 Euro im Monat, SumUp Kasse einmalig 399 Euro, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026TSE-Konformität laut Anbieter in der Kasse enthalten, TSE-Dienst nicht genannt, beim Point-of-Sale-System Cloud-TSE ohne AufpreisServicezeiten laut Anbieter nicht dokumentiert
Tillhubja, ausdrücklichPOS Go ab 30 Euro im Monat inklusive TSE, Herstellerangabe ohne USt, Stand September 2026Cloud-TSE von fiskaly, Server in DeutschlandTelefonsupport an sieben Tagen, am Wochenende 9 bis 18 Uhr, Werktagszeiten nicht dokumentiert
Zettlenicht ausdrücklichKassen-App ohne Monatsgebühr, PayPal Reader ab 29 Euro für Neukunden, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026Cloud-TSE ohne zusätzliches Modul und ohne MonatsgebührServicezeiten laut Anbieter nicht dokumentiert

Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer nach Anbieterangaben. Maßgeblich ist immer das konkrete Angebot.

Funktionen für kleine Läden im direkten Vergleich

Welche branchentypischen Funktionen die Anbieter nach eigenen Angaben mitbringen. Nicht dokumentiert heißt, dass wir dazu keine belastbare Angabe gefunden haben.

AnbieterBarcode-ScannerWarenwirtschaftOnlineshop-AnbindungGutscheineDATEV-ExportOfflinebetrieb
helloCashZusatzmodulZusatzmodulnicht dokumentiertZusatzmodulZusatzmodulnicht dokumentiert
LocaFoxjajajajajanicht dokumentiert
ready2orderjajanicht dokumentiertjajanicht dokumentiert
Shopify POSjajajanicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiert
SumUpZusatzmodulnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertjanicht dokumentiert
Tillhubjajanicht dokumentiertjajaja
Zettlejajajanicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiert

Welches System zu welchem Betrieb passt

Ausgewählt haben wir Kassen mit niedrigen Einstiegskosten oder dokumentierter Warenwirtschaft, die zu einem Laden mit einer oder zwei Kassen passen, Tillhub nennt Kleinbetriebe selbst als Zielgruppe. Die Zuordnung beruht auf den Angaben der Anbieter und den Angaben der Hersteller. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Bewertung.

Kleiner Laden mit wenigen Artikeln

Geschenkeladen, Atelier oder Verkaufsraum mit überschaubarem Sortiment und einer Kasse. Gefragt sind niedrige Fixkosten, einfache Artikelanlage und Kartenzahlung.

Passende Kandidaten helloCash, SumUp, Zettle

Fachgeschäft mit Lager und Varianten

Mode, Schuhe oder Bücher mit vielen Artikeln, Größen und Nachbestellungen. Wichtig sind Warenwirtschaft, Barcode-Scanner und eine Umsatzanalyse nach Warengruppen.

Passende Kandidaten LocaFox, ready2order, Tillhub

Laden mit Onlineshop

Ein Teil des Umsatzes läuft online, Bestand und Artikel sollen gemeinsam gepflegt werden. Die Onlineshop-Anbindung ist bei LocaFox, Shopify POS und Zettle dokumentiert.

Passende Kandidaten LocaFox, Shopify POS, Zettle

Kleine Gastronomie mit Verkauf

Café mit Theke oder Feinkostladen mit Ausschank. Getrennte Steuersätze, Gutscheine und bei Bedarf ein Tischplan als Zusatzmodul sind wichtig.

Passende Kandidaten ready2order, SumUp, Tillhub

Die Anbieter für kleine Läden im Einzelnen

Was die Systeme im Alltag eines Betriebs leisten, wo ihre Stärken liegen und wo Sie genauer hinsehen sollten.

helloCash für kleine Läden

helloCash ist eine Browserkasse mit kostenlosem Grundtarif, die auf vorhandenen Geräten läuft und Dienstleistung, Beauty und Einzelhandel abdeckt. Lager, Barcode-Scanner, Gutscheine und DATEV-Export gibt es als Zusatzmodul in höheren Tarifen. helloCash nennt Kleinbetriebe nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für kleine Läden

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie einen sehr kleinen Laden mit wenigen Artikeln und kleinem Budget führen.

LocaFox für kleine Läden

LocaFox richtet sich an den Einzelhandel und nennt auch Boutiquen, Blumenläden und Hofläden. Eigene Android-Geräte von 6,75 bis 15,6 Zoll, Warenwirtschaft, Barcode-Scanner, Onlineshop-Anbindung und DATEV-Export gehören dazu, die TSE gibt es wahlweise als Hardware oder Cloud. LocaFox nennt Kleinbetriebe nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für kleine Läden

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Laden Warenwirtschaft und Onlineshop von Anfang an mitdenken will.

ready2order für kleine Läden

ready2order hat eine vollständig veröffentlichte Preisliste für Software und Hardware und läuft auf iOS, Android, macOS und Windows. Warenwirtschaft, Varianten, Barcode-Scanner, Gutscheine und DATEV-Export sind dokumentiert, Kartenzahlung kostet laut Anbieter 1,23 Prozent ohne Grundgebühr. ready2order nennt Kleinbetriebe nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für kleine Läden

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie vor Vertragsabschluss alle Kosten kennen und einen Laden mit Varianten führen wollen.

Shopify POS für kleine Läden

Shopify POS verbindet Ladenkasse und Onlineshop mit gemeinsamem Produktkatalog und Bestand. Die Cloud-TSE kommt über die Shopify TSE-App, die einen kostenpflichtigen Shopify-Tarif voraussetzt. Shopify POS nennt Kleinbetriebe nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für kleine Läden

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie bereits einen Shopify-Onlineshop betreiben und den Laden daran anbinden wollen.

SumUp für kleine Läden

SumUp bietet Kassensoftware im Basistarif ohne Monatsgebühr und eine eigene Kasse mit Händler- und Kundendisplay für einmalig 399 Euro. Kartenzahlung kommt aus einer Hand, Barcode-Scanner gibt es als Zusatzmodul, eine Warenwirtschaft ist nicht dokumentiert. SumUp nennt Kleinbetriebe nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für kleine Läden

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Laden wenige Artikel hat und vor allem Kartenzahlung schnell und günstig abwickeln soll.

Tillhub für kleine Läden

Tillhub deckt Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie ab und bietet das Kompaktgerät POS Go ab 30 Euro im Monat inklusive TSE. Warenwirtschaft, Barcode-Scanner, Gutscheine, Kundenbindung, über 60 Statistiken und Offlinebetrieb sind dokumentiert. Tillhub nennt Kleinbetriebe ausdrücklich als Zielgruppe.

Stärken für kleine Läden

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie Umsatzanalyse und Warenwirtschaft wollen, ohne gleich ein großes System einzuführen.

Zettle für kleine Läden

Zettle richtet sich an kleinen Einzelhandel und bietet eine Kassen-App ohne Monatsgebühr mit enthaltener Cloud-TSE. Warenwirtschaft, Barcodescanner und die Anbindung an Onlineshops wie Shopify, Shopware und WooCommerce sind dokumentiert. Zettle nennt Kleinbetriebe nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für kleine Läden

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie einen kleinen Laden ohne Fixkosten starten und einen bestehenden Onlineshop anbinden wollen.

Was ein Kassensystem für kleine Läden können sollte

Niedrige Fixkosten

Günstiger Monatspreis und Hardware, die zur Betriebsgröße passt.

Schnell startklar

Artikel anlegen und am selben Tag kassieren.

Buchhaltungsexport

Daten für das Steuerbüro per DATEV-Export übergeben.

Kartenzahlung

Terminal mit fairen Gebühren je Zahlung.

Flexible Laufzeit

Monatlich kündbare Tarife statt langer Bindung.

Mobil einsetzbar

Kassieren auch beim Kunden, auf Märkten oder Veranstaltungen.

Gesetzliche Vorgaben für die Kasse

Kleinunternehmer und Kasse

Auch wer die Kleinunternehmerregelung nach Paragraf 19 UStG nutzt, braucht für eine elektronische Kasse eine TSE. Die Regelung betrifft nur die Umsatzsteuer. Seit 2025 gilt sie bei höchstens 25.000 Euro Umsatz im Vorjahr und 100.000 Euro im laufenden Jahr. Quelle IHK Region Stuttgart, Stand 2026.

So finden Sie das passende System

Kosten richtig vergleichen

Neben der Monatsgebühr zählen Hardware, TSE, Einrichtung, Laufzeit und Gebühren je Kartenzahlung. Wie das konkret aussieht, zeigt unser Ratgeber zu den Kosten.

Kassensystem für kleine Läden finden

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Kassensystem für Kleinbetriebe, der große Ratgeber 2026

Welches Kassensystem für den kleinen Laden reicht

Für einen kleinen Laden mit einer Kasse und überschaubarem Sortiment genügt meist eine Cloud-Kasse auf Tablet oder Kompaktgerät mit Barcode-Scanner, Bondrucker und Kartenterminal. Wichtig sind eine einfache Artikelanlage, ein schneller Tagesabschluss, eine Umsatzanalyse nach Warengruppen und der Export für das Steuerbüro. Eine umfangreiche Warenwirtschaft lohnt sich erst, wenn Sie viele Artikel, Varianten oder Lieferanten verwalten. Planen Sie einen Onlineshop, sollte die Kasse den Bestand mit dem Shop teilen, das ist im Vergleich bei LocaFox, Shopify POS und Zettle dokumentiert.

Registrierkasse für das kleine Geschäft oder Kassensoftware

Die klassische Registrierkasse mit fester Tastatur gibt es noch, im kleinen Geschäft hat sich aber Kassensoftware auf Tablet, Smartphone oder einem Android-Kompaktgerät durchgesetzt. Sie ist günstiger in der Anschaffung, erhält Updates automatisch und liefert Auswertungen auch unterwegs. Für eine kleine Gastronomie wie ein Café mit Theke kommen dieselben Systeme in Frage, wenn Steuersätze für Speisen und Getränke getrennt werden und bei Bedarf ein Tischplan ergänzt werden kann. Mehr dazu lesen Sie auf unseren Seiten zum Kassensystem für Cafés und zum Kassensystem im Einzelhandel.

Braucht jeder Kleinbetrieb ein Kassensystem?

Eine allgemeine Pflicht zur elektronischen Kasse gibt es derzeit nicht, eine offene Ladenkasse mit Kassenbericht ist zulässig. Nach dem Regierungsentwurf vom 23. September 2026 sollen Unternehmen mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz ab dem 1. Januar 2028 ein elektronisches Kassensystem nutzen, beschlossen ist das noch nicht. Seit der Einführung der KassenSichV im Jahr 2020 und der verpflichtenden TSE-Ausstattung für elektronische Registrierkassen hat der Gesetzgeber klare Verhältnisse geschaffen. Betriebe, die Barumsätze erzielen und dabei ein elektronisches Kassensystem nutzen, müssen dieses mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung betreiben. Wer das ignoriert, riskiert empfindliche Nachzahlungen bei einer Betriebsprüfung.

Doch ein modernes Kassensystem für Kleinbetriebe ist längst mehr als nur ein gesetzliches Pflichtinstrument. Es übernimmt Aufgaben, die früher Stunden in Anspruch nahmen. Tagesabschlüsse, Inventurlisten, Umsatzauswertungen, Kundendatenverwaltung und der direkte Datenaustausch mit dem Steuerberater laufen heute automatisiert im Hintergrund. Für Kleinbetriebe bedeutet das weniger Verwaltungsaufwand, mehr Zeit für das eigentliche Kerngeschäft.

Kassensystem Kleinbetriebe, was sind die gesetzlichen Anforderungen?

In Deutschland gelten für elektronische Kassensysteme klare gesetzliche Vorgaben, die auch für Kleinbetriebe uneingeschränkt gelten. Die wichtigsten Anforderungen im Überblick.

  • KassenSichV. Die Kassensicherungsverordnung schreibt vor, dass alle elektronischen Aufzeichnungssysteme mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein müssen. Die TSE protokolliert jeden Kassiervorgang manipulationssicher.
  • Belegausgabepflicht. Seit 2020 muss für jeden Geschäftsvorfall ein Beleg ausgestellt werden, auch wenn der Kunde ihn nicht haben möchte. Digitale Belege sind zulässig.
  • GoBD-konform. Die Grundsätze zur ordnungsgemäßen Buchführung und Datenverwaltung verlangen, dass alle Kassendaten vollständig, unveränderbar und nachvollziehbar gespeichert werden.
  • Kassenmeldepflicht. Seit 2025 müssen elektronische Kassensysteme beim Finanzamt gemeldet werden. Dies erfolgt über das ELSTER-Portal.

Alle im Vergleich genannten Anbieter bieten eine zertifizierte TSE an. Wer noch eine alte elektronische Kasse ohne TSE nutzt, muss umstellen, wer mit offener Ladenkasse arbeitet, sollte die geplante Kassenpflicht ab 2028 im Blick behalten.

Welche Kassensystem-Typen gibt es für Kleinbetriebe?

Auf dem deutschen Markt haben sich drei grundlegende Kassensystem-Typen für Kleinbetriebe etabliert.

  • Cloud-Kassensysteme. Die Software läuft auf externen Servern und wird per Internet aufgerufen. Updates erfolgen automatisch, Daten sind jederzeit und von überall abrufbar. Ideal für mobile Betriebe und solche mit mehreren Standorten.
  • Lokale POS-Systeme. Die Software ist direkt auf der Hardware installiert und funktioniert auch ohne Internetverbindung. Geeignet für Betriebe, die auf stabile, internetunabhängige Lösungen angewiesen sind.
  • Hybridlösungen. Kombinieren lokale Speicherung mit Cloud-Synchronisierung. Der Vorteil ist, der Betrieb läuft auch bei Verbindungsausfall weiter, Daten werden bei Wiederkehr der Verbindung synchronisiert.

Für die meisten Kleinbetriebe ist ein Cloud-System heute die praktikabelste Wahl. Die monatlichen Kosten sind planbar, Updates laufen automatisch und der Verwaltungsaufwand ist minimal. Mehr dazu finden Sie in unserem Beitrag Kassensystem Cloud vs. Lokal.

Kassensystem Kleinbetriebe, worauf kommt es bei der Auswahl wirklich an?

Die Auswahl eines Kassensystems ist keine Entscheidung, die man leichtfertig treffen sollte. Einmal eingeführte Systeme werden häufig jahrelang genutzt, und ein Systemwechsel ist mit Aufwand verbunden. Folgende Kriterien sollten bei der Auswahl besonders gewichtet werden.

  • Einfache Bedienbarkeit. In Kleinbetrieben übernehmen oft unterschiedliche Mitarbeitende die Kasse. Das System muss so intuitiv sein, dass auch ungelernte Kräfte schnell damit zurechtkommen.
  • Gesamtkosten. Neben dem monatlichen Softwarepreis sollten Hardwarekosten, eventuelle Transaktionsgebühren und Setup-Kosten in die Kalkulation einfließen.
  • Branchenpassung. Ein Friseursalon hat andere Anforderungen als ein Café oder eine Bäckerei. Achten Sie darauf, dass das System branchenspezifische Funktionen bietet.
  • Skalierbarkeit. Wächst Ihr Betrieb, sollte das Kassensystem mitwachsen können. Multi-Store-Funktionen und flexible Tarifstufen sind ein Zeichen für Zukunftsfähigkeit.
  • Support. Im Tagesgeschäft zählt jede Minute. Ein erreichbarer, kompetenter Support ist für Kleinbetriebe unverzichtbar.

Kassensystem für Kleinbetriebe, welche Kosten entstehen wirklich?

Die Gesamtkosten eines Kassensystems setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, die häufig nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.

  • Hardwarekosten. Ein einfaches Kassensystem auf Tablet-Basis ist oft günstiger als eine stationäre All-in-One-Kasse.
  • Transaktionsgebühren. Einige Anbieter erheben pro Kartenzahlung eine Gebühr. Bei hohem Kartenzahlungsanteil sollte dieser Faktor genau geprüft werden.
  • Einrichtungs- und Schulungskosten. Manche Anbieter bieten kostenlose Onboarding-Unterstützung, andere berechnen Einrichtungsgebühren. Dies sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden.

Mehr Details zur Kostenstruktur finden Sie ebenfalls im Beitrag Kassensystem Kosten.

Kassensystem Kleinbetriebe und die Bonpflicht, was gilt?

Seit dem 1. Januar 2020 gilt in Deutschland die Belegausgabepflicht. Das bedeutet, für jeden Kassiervorgang muss ein Beleg ausgestellt werden. Kunden müssen diesen nicht annehmen, der Beleg muss aber angeboten werden. Viele Betriebe haben deshalb auf digitale Belege per E-Mail oder QR-Code umgestellt, um Papier zu sparen. Die meisten modernen Kassensysteme unterstützen die digitale Belegausgabe, was nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern auch Betriebskosten senkt.

Cloud vs. lokales Kassensystem, was ist für Kleinbetriebe besser?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, aber in der Praxis haben Cloud-Systeme für die meisten Kleinbetriebe klare Vorteile. Automatische Updates bedeuten, dass Betreiber sich nicht selbst um Softwarepflege kümmern müssen. Der Zugriff auf Umsatzdaten von überall ist besonders für Inhaber praktisch, die nicht immer vor Ort sind. Und bei einem Gerätewechsel oder einem Ausfall ist der Datenverlust minimal, da alles in der Cloud gespeichert ist.

Hybridlösungen bieten hier einen guten Mittelweg.

Häufige Fehler bei der Kassensystemwahl im Kleinbetrieb

Bei der Auswahl eines Kassensystems passieren in der Praxis immer wieder die gleichen Fehler. Wer diese kennt, kann sie von vornherein vermeiden.

  • Zu kurz gedacht. Viele Kleinbetriebe wählen das günstigste System, ohne an späteres Wachstum zu denken. Eine nachträgliche Migration kostet deutlich mehr als von Anfang an auf ein skalierbares System zu setzen.
  • Hardware-Lock-in ignoriert. Manche Systeme funktionieren nur mit der eigenen Hardware. Wer später wechseln möchte, verliert seine Investition. Achten Sie auf herstellerneutrale Kompatibilität.
  • Support-Qualität nicht geprüft. Ein günstiges System nützt nichts, wenn es im Ernstfall keinen erreichbaren Support gibt. Testen Sie den Support vor Vertragsabschluss.

Fazit, das richtige Kassensystem für Ihren Kleinbetrieb finden

Kassensysteme für Kleinbetriebe sind 2026 ausgereifter, günstiger und einfacher bedienbar als je zuvor. Die Zeiten, in denen eine professionelle Kassenlösung nur großen Unternehmen vorbehalten war, sind längst vorbei. Ob Sie ein Café betreiben, einen kleinen Einzelhandel führen oder als Dienstleister tätig sind, es gibt eine Lösung, die zu Ihrem Betrieb passt.

Der entscheidende Schritt ist, die Gesamtkosten realistisch zu kalkulieren, die Branchenpassung zu prüfen und sich nicht von Marketingversprechen blenden zu lassen. Nutzen Sie den Kassensystem Vergleich, um Angebote direkt nebeneinanderzustellen und die Lösung zu finden, die wirklich zu Ihrem Kleinbetrieb passt.

Fragen zum Kassensystem für kleine Läden

Tillhub nennt Kleinbetriebe ausdrücklich als Zielgruppe. Für sehr kleine Läden mit wenigen Artikeln passen helloCash, SumUp oder Zettle, für Fachgeschäfte mit Lager LocaFox, ready2order oder Tillhub, für Läden mit Onlineshop LocaFox, Shopify POS oder Zettle.

Laut Herstellerangaben ohne Umsatzsteuer reicht die Spanne von Kassen-Apps ohne Monatsgebühr bei Zettle und SumUp im Basistarif über Tillhub POS Go ab 30 Euro im Monat inklusive TSE bis zu ready2order mit 51,80 Euro im Monat inklusive TSE-Paket. Hinzu kommen Hardware wie die SumUp Kasse für 399 Euro oder das LocaFox MOVE für 399 Euro, Einrichtung und Gebühren je Kartenzahlung.

Derzeit gibt es keine allgemeine Pflicht, eine offene Ladenkasse mit Kassenbericht ist zulässig. Wer elektronisch kassiert, braucht eine zertifizierte TSE, die Meldung über ELSTER und die Belegausgabe. Nach dem Regierungsentwurf vom 23. September 2026 sollen Unternehmen mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz ab 2028 ein elektronisches Kassensystem nutzen, beschlossen ist das noch nicht.

Artikel mit Preisen und Warengruppen, Barcode-Scanner, Kartenzahlung, Belege auf Papier oder digital, Tagesabschluss und Export für das Steuerbüro. Warenwirtschaft, Varianten und Onlineshop-Anbindung brauchen Sie erst bei größerem Sortiment oder Onlinehandel.

Ohne monatliche Softwarekosten arbeiten die Kassen-App von Zettle mit enthaltener Cloud-TSE, SumUp im Basistarif und helloCash im Gratistarif, bei dem die TSE für Deutschland 199 Euro im Jahr kostet. Hardware und Gebühren je Kartenzahlung kommen hinzu.

Ja, eine Onlineshop-Anbindung ist im Vergleich bei LocaFox, Shopify POS und Zettle dokumentiert. Shopify POS nutzt einen gemeinsamen Produktkatalog und Bestand, Zettle bindet unter anderem Shopify, Shopware und WooCommerce an.

Auswertungen nach Tag, Warengruppe und Mitarbeiter bieten die meisten Systeme. Besonders ausführlich dokumentiert ist das bei Tillhub mit über 60 Statistiken und Export nach CSV, Excel und PDF. Lassen Sie sich die Berichte für Ihren Laden vorführen.

Für ein Café mit Theke kommen ready2order, SumUp und Tillhub in Frage, Tischplan oder Küchenfunktionen gibt es bei ready2order und SumUp als Zusatzmodul oder höheren Tarif. Für Restaurants mit Service sind Gastronomiekassen besser geeignet.

Ja, jede elektronische Kasse ist seit dem 1. Januar 2025 über ELSTER zu melden, neue Kassen innerhalb eines Monats nach Anschaffung. Die nötigen Daten wie Seriennummer und TSE-Angaben erhalten Sie vom Anbieter.

Passend für kleine Läden

Transparenzhinweis

Die Angaben zu Anbietern beruhen auf Anbieterangaben und öffentlich zugänglichen Quellen, Stand Oktober 2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch, eine Nennung ist keine Empfehlung und bedeutet nicht, dass ein Anbieter Partner von Kassensystem Experten ist. Bilder der Kassensysteme stammen von den jeweiligen Herstellern, Bilder zur Branche sind redaktionelle Symbolbilder. Steuerliche Hinweise ersetzen keine Beratung.