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SoftPOS und Tap to Pay

SoftPOS bedeutet, dass ein handelsübliches Smartphone selbst zum Kartenterminal wird. Die Kundschaft hält Karte, Smartphone oder Smartwatch an Ihr Gerät, der NFC-Chip liest die Zahlung, eine App wickelt sie ab. Bekannt ist das Verfahren unter Namen wie Tap to Pay. Ein zusätzliches Terminal ist nicht nötig.

Smartphone mit Kontaktlos-Symbol und schwebender Bezahlkarte auf hellem Holztisch

Auf einen Blick

So funktioniert SoftPOS

Die Zahlung läuft vollständig über Smartphone und App. Sie brauchen ein Konto bei einem Zahlungsdienstleister, der das Verfahren unterstützt, und ein kompatibles Gerät.

Smartphone mit NFC

Laut Apple ein iPhone XS oder neuer mit aktuellem iOS, bei Android ein NFC-fähiges Gerät mit aktueller Version.

Kontaktlose Zahlung

Kundinnen und Kunden zahlen mit kontaktloser Karte, Smartphone oder Smartwatch.

Friseurin nimmt mit dem Smartphone eine kontaktlose Kartenzahlung ihrer Kundin an

Bezahlen ohne zusätzliches Gerät

Für kleine Betriebe und mobile Dienstleister ist SoftPOS oft der einfachste Weg zur Kartenzahlung. Friseure, Handwerker, Marktstände oder Lieferanten nehmen Zahlungen direkt am Smartphone an, das sie ohnehin dabei haben.

Laut Apple ist Tap to Pay auf dem iPhone in Deutschland seit dem 25. Juni 2024 verfügbar, gestartet mit mehreren Zahlungsplattformen und mit Unterstützung für girocard über die Sparkassen-Finanzgruppe. Auf Android bieten verschiedene Zahlungsdienstleister vergleichbare Lösungen an.

Stärken und Grenzen im Überblick

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Für welche Betriebe es sich eignet

SoftPOS lohnt sich vor allem für mobile Einsätze und kleinere Beträge.

SoftPOS-Lösungen einzelner Anbieter

Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand September 2026, Preise ohne Umsatzsteuer. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.

AnbieterLösungAngabe laut Anbieter
LightspeedTap to Pay on iPhone in der Kasse, Kartenzahlung ohne separates TerminalKonditionen je nach Tarif
REA CardREA X3 als All-in-One-System mit SoftPOS-Technologie zum Bestellen und BezahlenTechnische Daten und Preise auf Anfrage
SumUpTap to Pay auf iPhone und auf Android ab Version 11 mit NFC über die SumUp Business App1,39 Prozent je Transaktion ohne Monatsgebühr oder Abo mit 0,79 Prozent
ZettleTap to Pay auf iPhone und Android über die App von PayPalTarife beim Anbieter

Gebühren bei SoftPOS einordnen

Auch ohne Terminal fallen Entgelte an. Üblich sind ein prozentualer Satz je Zahlung, teils mit festem Zusatzbetrag, oder ein Abo mit reduziertem Satz. Vergleichen Sie die Modelle mit Ihrem Umsatz und der Zahl Ihrer Zahlungen.

Darauf sollten Sie achten

Kasse und Zahlung zusammen denken

Eine reine Bezahl-App ersetzt keine Kasse. Prüfen Sie, ob Ihre Kassen-App Tap to Pay direkt integriert, damit Betrag, Zahlungsart und Beleg ohne doppelte Eingabe zusammenpassen.

Kasse mit Kartenzahlung anfragen

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zu SoftPOS und Tap to Pay

SoftPOS steht für eine Software, die ein Smartphone zum Kartenterminal macht. Die Zahlung wird kontaktlos über den NFC-Chip des Geräts gelesen und von einer App abgewickelt.

Tap to Pay ist der Name, unter dem Apple und viele Zahlungsdienstleister ihre SoftPOS-Lösung anbieten. Technisch ist es dasselbe Prinzip.

Für Tap to Pay auf dem iPhone nennt Apple ein iPhone XS oder neuer mit aktuellem iOS. Bei Android ist ein NFC-fähiges Gerät nötig, SumUp etwa verlangt Android 11 oder höher.

Laut Apple wird girocard bei Tap to Pay auf dem iPhone über die Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt. Bei anderen Anbietern und unter Android prüfen Sie die akzeptierten Karten im Einzelfall.

Die Zahlungsdaten werden verschlüsselt verarbeitet und nicht offen auf dem Gerät gespeichert, so die Angaben von Apple und den Anbietern. Schützen Sie Ihr Gerät mit Code und aktuellen Updates.

Wenn Sie Ihre Umsätze mit einer elektronischen Kasse erfassen, braucht diese eine zertifizierte TSE. Die Kartenzahlung selbst ersetzt die Kasse nicht, sie ist eine Zahlungsart.

Meist ein Entgelt je Zahlung, teils als Abo mit niedrigerem Satz. SumUp nennt etwa 1,39 Prozent je Transaktion im umsatzbasierten Modell, Stand Oktober 2026.

Passend dazu

Transparenzhinweis

Angaben zu Tap to Pay auf dem iPhone laut Apple Newsroom vom 25. Juni 2024. Anbieterangaben laut Webseiten von Lightspeed, REA Card, SumUp und Zettle, Stand Oktober 2026. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung, die Reihenfolge ist alphabetisch.