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Kassensysteme für Vereine 2026, 6 Anbieter im Vergleich

Ein Kassensystem für Vereine trennt den Festbetrieb mit Ausschank, Speisen und Eintritt von der laufenden Mitgliederkasse mit Beiträgen und Spenden. Für Feste zählen mobile Geräte, einfache Bedienung für Ehrenamtliche und eine schnelle Abrechnung je Stand, für das Vereinsheim ein sauberer Tagesabschluss. Wir vergleichen sechs Kassensysteme anhand belegter Anbieterangaben und zeigen, welches zu welchem Verein passt.

Smartphone-Kasse und Kartenterminal am Kiosk eines Vereinsfests am Sportplatz

Verein auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

Sechs Kassensysteme für Vereine im Vergleich

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Wertung. Die zweite Spalte zeigt, ob der Anbieter Vereine selbst als Zielgruppe nennt.

AnbieterFür Vereine ausgewiesenEinstieg laut AnbieterTSESupport
helloCashnicht ausdrücklichTarif Gratis 0 Euro im Monat, TSE für Deutschland 199 Euro im Jahr, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026TSE für Deutschland gesondert gebucht, 199 Euro im Jahr ohne USt, unbegrenzte SignaturenKI-gestützter E-Mail-Support im Gratistarif, Team-Support ab Premium, Premium-Support gegen Aufpreis
orderbirdnicht ausdrücklichPRO Paket S 99,90 Euro im Monat mit orderbird-Kartenzahlung bei zwölf Monaten Laufzeit, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026Zertifizierte Online-TSE, in allen PRO-Paketen enthaltenSupport rund um die Uhr in den PRO-Paketen
ready2ordernicht ausdrücklichKassensystem-Abo 35,90 Euro im Monat im Jahresabo plus TSE-Paket 15,90 Euro, zusammen 51,80 Euro, Herstellerangabe ohne USt, Stand September 2026Cloud-TSE als kostenpflichtiges Zusatzpaket, laut Drittquelle über fiskalyKostenloser Telefonsupport täglich 8 bis 22 Uhr, dazu Chat und Kontaktformular
SumUpnicht ausdrücklichKassensoftware im Basistarif 0 Euro im Monat, SumUp Kasse einmalig 399 Euro, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026TSE-Konformität laut Anbieter in der Kasse enthalten, TSE-Dienst nicht genannt, beim Point-of-Sale-System Cloud-TSE ohne AufpreisServicezeiten laut Anbieter nicht dokumentiert
Tillhubja, ausdrücklichPOS Go ab 30 Euro im Monat inklusive TSE, Herstellerangabe ohne USt, Stand September 2026Cloud-TSE von fiskaly, Server in DeutschlandTelefonsupport an sieben Tagen, am Wochenende 9 bis 18 Uhr, Werktagszeiten nicht dokumentiert
Zettlenicht ausdrücklichKassen-App ohne Monatsgebühr, PayPal Reader ab 29 Euro für Neukunden, Herstellerangabe ohne USt, Stand Oktober 2026Cloud-TSE ohne zusätzliches Modul und ohne MonatsgebührServicezeiten laut Anbieter nicht dokumentiert

Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer nach Anbieterangaben. Maßgeblich ist immer das konkrete Angebot.

Funktionen für Vereine im direkten Vergleich

Welche branchentypischen Funktionen die Anbieter nach eigenen Angaben mitbringen. Nicht dokumentiert heißt, dass wir dazu keine belastbare Angabe gefunden haben.

AnbieterMobile KasseEigene KartenzahlungGutscheine und WertmarkenOfflinebetriebDATEV-ExportMehrere Kassen zentral
helloCashjaüber PartnerZusatzmodulnicht dokumentiertZusatzmodulnicht dokumentiert
orderbirdjajaZusatzmodulnicht dokumentiertjanicht dokumentiert
ready2orderjajajanicht dokumentiertjanicht dokumentiert
SumUpjajanicht dokumentiertnicht dokumentiertjaja
Tillhubjajajajajaja
Zettlejajanicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiert

Welches System zu welchem Betrieb passt

Ausgewählt haben wir mobile und günstige Kassen, die sich für Ehrenamtliche, wechselnde Helfer und saisonalen Einsatz eignen, Tillhub nennt Vereine selbst als Zielgruppe. Die Zuordnung beruht auf den Angaben der Anbieter und den Angaben der Hersteller. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Bewertung.

Vereinsheim mit regelmäßigem Ausschank

Feste Theke, Ehrenamtliche im Wechsel und der Getränkebestand im Blick. Gefragt sind eine stationäre oder Tablet-Kasse mit Tagesabschluss, Bestandsführung und DATEV-Export.

Passende Kandidaten helloCash, orderbird, ready2order

Sommerfest mit mehreren Ständen

Getränke, Grill und Kuchen an getrennten Ausgaben, viele Helfer und schwaches Netz auf dem Platz. Wichtig sind mobile Geräte, Offlinebetrieb und eine Abrechnung je Stand.

Passende Kandidaten orderbird, SumUp, Tillhub

Wenige Feste im Jahr

Zwei oder drei Veranstaltungen im Jahr, danach ruht die Kasse. Hier zählen Lösungen ohne Monatsgebühr und ohne lange Bindung.

Passende Kandidaten helloCash, SumUp, Zettle

Verkauf mit Wertmarken

Gäste kaufen an einer Kasse Wertmarken und lösen sie an den Ständen ein. Die Kasse muss den Verkauf der Wertmarken sauber erfassen, eine Gutscheinfunktion hilft dabei.

Passende Kandidaten ready2order, Tillhub

Die Anbieter für Vereine im Einzelnen

Was die Systeme im Alltag eines Betriebs leisten, wo ihre Stärken liegen und wo Sie genauer hinsehen sollten.

helloCash für Vereine

helloCash läuft im Browser auf Smartphones, Tablets und Laptops, die im Verein ohnehin vorhanden sind, und erlaubt unbegrenzte Nutzer je Konto für viele Helfer. Der Grundtarif ist kostenlos, die TSE für Deutschland kostet 199 Euro im Jahr bei einem Jahr Mindestlaufzeit. helloCash nennt Vereine nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Vereine

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Verein im Vereinsheim regelmäßig ausschenkt und dafür vorhandene Geräte mit wenig Fixkosten nutzen möchte.

orderbird für Vereine

orderbird bietet für das Vereinsheim mit Bewirtung Tischverwaltung und Funkbonieren, das Komplettgerät MINI mit Drucker und SIM-Karte eignet sich für Ausgabestellen auf dem Festplatz. Kartenzahlung kommt aus einer Hand, die Online-TSE ist in den PRO-Paketen enthalten. orderbird nennt Vereine nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Vereine

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Verein eine Vereinsgaststätte mit Bedienung betreibt oder regelmäßig größere Feste ausrichtet.

ready2order für Vereine

ready2order hat eine vollständig veröffentlichte Preisliste und läuft auf iOS, Android, macOS und Windows, auch auf einem vorhandenen iPad. Gutscheine für Wertmarken, Warenwirtschaft für den Getränkebestand und DATEV-Export sind dokumentiert. ready2order nennt Vereine nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Vereine

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Verein ein Vereinsheim mit festem Ausschank und überschaubarer Technik betreibt.

SumUp für Vereine

SumUp verbindet eigene Kartenterminals mit einer Kassensoftware, die im Basistarif nichts kostet. Für Vereine, die bei Festen Kartenzahlung annehmen wollen, ist das ein einfacher Weg, die SumUp Kasse kostet einmalig 399 Euro. SumUp nennt Vereine nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Vereine

Genauer hinsehen

Passt, wenn Sie bei Festen schnell Kartenzahlung anbieten und keine laufenden Softwarekosten haben wollen.

Tillhub für Vereine

Tillhub bietet mit dem POS Go ein kompaktes Android-Gerät mit Kartenleser, Scanner und Drucker ab 30 Euro im Monat inklusive TSE. Offlinebetrieb, Gutscheine, mehrere Kassen mit zentraler Artikelpflege und Auswertungen je Mitarbeiter sind dokumentiert. Tillhub nennt Vereine ausdrücklich als Zielgruppe.

Stärken für Vereine

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Verein mehrere Ausgabestellen bei Festen zentral steuern und am Abend je Stand abrechnen will.

Zettle für Vereine

Zettle bietet eine Kassen-App ohne Monatsgebühr mit enthaltener Cloud-TSE und ohne langfristige Vertragsbindung, bezahlt wird über den PayPal Reader oder Tap to Pay. Für Vereine mit wenigen Festen im Jahr ist das eine Lösung ohne laufende Fixkosten. Zettle nennt Vereine nicht ausdrücklich als Zielgruppe, die Funktionen passen aber zum typischen Ablauf.

Stärken für Vereine

Genauer hinsehen

Passt, wenn Ihr Verein nur wenige Feste im Jahr veranstaltet und keine laufenden Kosten haben möchte.

Was ein Kassensystem für Vereine können sollte

Einfache Bedienung

Ehrenamtliche kassieren nach kurzer Einweisung sicher.

Mobile Kassen

Smartphone oder Tablet für Feste, Turniere und den Spielfeldrand.

Mehrere Kassen

Getränke, Essen und Eintritt an getrennten Stationen mit gemeinsamer Auswertung.

Kartenzahlung

Bargeldlos zahlen entlastet die Kassenführung nach dem Fest.

Auswertung je Anlass

Umsätze je Veranstaltung und Bereich für die Vereinsbuchhaltung.

Rechte für Helfer

Eigene Zugänge, damit nachvollziehbar bleibt, wer kassiert hat.

Gesetzliche Vorgaben für die Kasse

Gemeinnützigkeit und Steuern

Gemeinnützige Vereine unterscheiden steuerlich mehrere Tätigkeitsbereiche. Verkäufe im Vereinsheim oder bei Festen können anders zu behandeln sein als der ideelle Bereich. Welche Umsätze steuerpflichtig sind und welche Grenzen gelten, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerbüro.

So finden Sie das passende System

Kosten richtig vergleichen

Neben der Monatsgebühr zählen Hardware, TSE, Einrichtung, Laufzeit und Gebühren je Kartenzahlung. Wie das konkret aussieht, zeigt unser Ratgeber zu den Kosten.

Kassensystem für Vereine finden

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Kassensystem für Vereine 2026, Ratgeber für Entscheider

Festbetrieb und Mitgliederkasse sauber trennen

Im Verein laufen zwei Geldkreise nebeneinander. Die Mitgliederkasse mit Beiträgen, Spenden und Zuschüssen wird meist über ein Kassenbuch oder die Vereinsbuchhaltung geführt. Der Festbetrieb mit Ausschank, Speisen, Eintritt oder Merchandise ist dagegen Verkauf an viele unbekannte Gäste und braucht eine eigene Kasse mit Tagesabschluss. Halten Sie beide Bereiche getrennt, mit eigenem Wechselgeld, eigenem Kassenbericht und eigener Auswertung. So sehen Vorstand und Kassenprüfer auf einen Blick, was ein Fest eingebracht hat, und die Zuordnung zu den steuerlichen Bereichen des Vereins bleibt nachvollziehbar.

Registrierkasse im Verein, wann eine Pflicht greift

Eine allgemeine Pflicht zur Registrierkasse gibt es für Vereine derzeit nicht. Sie dürfen bei Festen auch mit einer offenen Ladenkasse arbeiten, wenn Sie Einnahmen und Ausgaben täglich in einem Kassenbericht nachvollziehbar aufzeichnen. Entscheidet sich der Verein für eine elektronische Kasse, muss diese eine zertifizierte TSE haben und über ELSTER gemeldet werden, und jeder Gast muss einen Beleg erhalten, auf Papier oder digital. Eine Befreiung von der Belegausgabepflicht gibt es nur auf Antrag beim Finanzamt nach Paragraf 148 AO. Nach dem Regierungsentwurf vom 23. September 2026 sollen Unternehmen mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz ab dem 1. Januar 2028 ein elektronisches Kassensystem nutzen, bei höchstens 12.000 Euro Barumsatz im Jahr soll die Pflicht nicht greifen. Ausnahmen für gemeinnützige Organisationen sollen nach Angaben der IHK Köln per Rechtsverordnung geregelt werden, beschlossen ist das Gesetz noch nicht. Klären Sie die Einordnung Ihres Vereins mit dem Steuerbüro.

Kostenlose Kassensoftware im Verein, was sie leisten muss

Viele Vereine suchen eine kostenlose Kassensoftware. Ohne monatliche Softwarekosten arbeiten laut Herstellerangaben die Kassen-App von Zettle mit enthaltener Cloud-TSE, die Kassensoftware von SumUp im Basistarif und der Gratistarif von helloCash, bei dem die TSE für Deutschland 199 Euro im Jahr kostet. Ganz ohne Kosten geht es trotzdem selten, denn Kartenleser, Bondrucker und Gebühren je Kartenzahlung kommen hinzu. Wichtig ist, dass auch eine Gratislösung eine zertifizierte TSE nutzt, Belege ausgeben kann, einen Export im DSFinV-K-Format bietet und die Daten aufbewahrt. Kostenlose Kassenbuch- oder Bondruckerprogramme ohne TSE reichen für den elektronischen Verkauf nicht aus. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur kostenlosen Kassensoftware.

Wann braucht ein Verein ein Kassensystem?

Viele Vereine fragen sich, ob sie überhaupt ein elektronisches Kassensystem benötigen oder ob ein einfaches Kassenbuch ausreicht. Die Antwort hängt maßgeblich von der Art der Einnahmen ab. Solange ein Verein ausschließlich Mitgliedsbeiträge und Spenden einnimmt und keinerlei wirtschaftliche Tätigkeit ausübt, reicht ein ordentlich geführtes Kassenbuch. Sobald jedoch Einnahmen aus dem Betrieb einer Vereinskantine, aus Festveranstaltungen, dem Verkauf von Getränken oder Merchandise oder aus anderen Leistungen gegen Entgelt erzielt werden, handelt es sich steuerrechtlich in der Regel um einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb oder einen Zweckbetrieb, die Einordnung klären Sie mit Ihrem Steuerbüro.

Für diese Einnahmen gelten die allgemeinen Aufzeichnungspflichten. Eine Pflicht zur elektronischen Kasse besteht derzeit nicht, eine offene Ladenkasse mit Kassenbericht ist zulässig. Setzt der Verein aber eine elektronische Kasse ein, gelten die Kassensicherungsverordnung mit zertifizierter TSE nach Paragraf 146a AO, die Belegausgabepflicht und die Meldung über ELSTER. Verstöße können mit einem Bußgeld bis 25.000 Euro geahndet werden.

Kassensystem für Vereine und die gesetzliche Bonpflicht

Seit dem 1. Januar 2020 sind Unternehmen, die ein elektronisches Kassensystem einsetzen, verpflichtet, jedem Kunden einen Beleg auszuhändigen, digital oder auf Papier. Diese Regelung gilt auch für Vereine, die ein Kassensystem betreiben. Es gibt zwar die Möglichkeit, beim zuständigen Finanzamt nach Paragraf 148 AO eine Befreiung zu beantragen, wenn die Ausgabe von Bons bei einer Vielzahl von Kleinstbeträgen unverhältnismäßig erscheint, diese Ausnahme ist jedoch keine Selbstverständlichkeit und muss aktiv beantragt werden.

Moderne Kassensysteme bieten eine praktische Lösung, nämlich digitale Belege per QR-Code oder E-Mail. Das spart Papier und ist gerade bei großen Vereinsfesten mit vielen Transaktionen deutlich handlicher als ausgedruckte Quittungen.

Bonkasse für Vereine, was steckt dahinter?

Der Begriff Bonkasse für Vereine beschreibt eine Kassenlösung, die speziell für den Einsatz bei Vereinsveranstaltungen konzipiert ist, meist mobil, mit Funkbonierung und einfacher Bedienung. Der Grundgedanke ist einfach, ein Gast bestellt an der Theke oder beim Servicepersonal, der Bon wird ausgedruckt oder digital weitergegeben, und der Gast bezahlt entweder sofort oder gesammelt am Schluss.

Für Vereinsfeste ist eine Bonkasse praktisch unverzichtbar, sobald mehrere Ausgabestellen oder Kellner gleichzeitig im Einsatz sind. Bei einem kleinen Fest mit einer einzigen Ausgabe genügt dagegen oft eine offene Ladenkasse mit sorgfältig geführtem Kassenbericht oder ein Wertmarkensystem. Eine Bonkasse lohnt sich vor allem dann, wenn Getränke und Speisen an getrennten Stellen ausgegeben werden, viele Helfer kassieren und Sie am Abend schnell wissen wollen, was verkauft wurde. Handheld-Bestellung ist im Vergleich bei orderbird und Tillhub dokumentiert, bei ready2order als Zusatzmodul.

Registrierkasse für Vereine, stationär oder mobil?

Die Entscheidung zwischen einer stationären Registrierkasse für Vereine und einer mobilen Lösung hängt vom konkreten Einsatzszenario ab. Im Vereinsheim mit fester Theke und regelmäßigem Betrieb ist eine stationäre Kasse mit Bondrucker, Kassenlade und Touchscreen-Monitor sinnvoll.

Für Vereinsfeste im Freien, Zeltwirtschaften oder mobile Ausgabestellen sind cloudbasierte Tablet-Lösungen oder Smartphone-Apps die bessere Wahl. Sie lassen sich schnell einrichten, erfordern keine aufwändige Installation und können nach dem Fest einfach wieder deaktiviert werden. Achten Sie bei saisonaler Nutzung auf monatlich kündbare Tarife oder Lösungen ohne Monatsgebühr wie die Kassen-App von Zettle oder den Basistarif von SumUp.

TSE und Datenschutz, worauf Vereine achten müssen

Jedes elektronische Kassensystem, das seit dem 1. Januar 2020 im wirtschaftlichen Betrieb eingesetzt wird, muss mit einer zertifizierten Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Die TSE protokolliert jeden Kassiervorgang manipulationssicher und stellt sicher, dass die Daten im Falle einer Steuerprüfung lückenlos nachvollziehbar sind. Alle in diesem Vergleich aufgeführten Anbieter erfüllen diese Anforderung.

Beim Datenschutz sollten Vereine besonders auf DSGVO-konforme Lösungen achten. Cloudbasierte Systeme, deren Server in der EU betrieben werden, gelten hier als sicherer als Anbieter mit Serverstandorten außerhalb der EU.

Kosten eines Kassensystems für Vereine realistisch kalkulieren

Die Gesamtkosten eines Kassensystems setzen sich aus mehreren Positionen zusammen, die Vereine bei der Entscheidung berücksichtigen sollten. Neben dem monatlichen Softwarepreis fallen je nach Anbieter Kosten für Hardware, Einrichtung, Support und Transaktionsgebühren an.

Vereine, die nur selten Veranstaltungen abhalten, sollten prüfen, ob ein System mit monatlicher Kündbarkeit sinnvoller ist als ein Jahresvertrag. Einige Anbieter bieten flexible Tarife, die sich für saisonale Nutzung eignen.

Vereinsfeste und Zeltwirtschaften, das richtige System für besondere Anforderungen

Vereinsfeste stellen besondere Anforderungen an ein Kassensystem. Viele gleichzeitige Transaktionen, wechselndes Personal, eventuell kein stabiles WLAN, hohe Bargeldvolumina und die Notwendigkeit, schnell und unkompliziert zu kassieren. Nicht jedes Kassensystem ist für solche Szenarien geeignet.

Wichtige Kriterien für Festkassen sind Offline-Modus, Akku-Betrieb oder mobile Stromversorgung, intuitive Bedienung ohne Schulungsaufwand, Funkbonierung für mehrere Ausgabestellen und die Möglichkeit, mehrere Geräte gleichzeitig zu synchronisieren.

Bei sehr großen Veranstaltungen mit mehr als zehn gleichzeitigen Ausgabestellen lohnt sich auch ein Blick auf spezialisierte Festkassen-Anbieter außerhalb dieser Liste, etwa Lösungen mit eigener Hardware-Infrastruktur für mehrere Hundert Transaktionen pro Stunde.

Vereinsbuchhaltung und Kassenprüfung, wie das Kassensystem hilft

Die Kassenprüfung ist für Vereine ein regelmäßiger Pflichttermin. Kassenprüfer benötigen vollständige Aufzeichnungen aller Einnahmen und Ausgaben, lückenlose Belege und eine nachvollziehbare Tagesabrechnung. Ein modernes Kassensystem kann diese Arbeit erheblich erleichtern. Automatisch generierte Tages-, Wochen- und Monatsberichte liefern alle relevanten Zahlen auf Knopfdruck.

Das spart Zeit und minimiert Fehlerquellen. Auch für die Erstellung des Jahresabschlusses eines Vereins ist eine saubere Kassendokumentation unverzichtbar. Wie die Prüfung abläuft und was Kassenprüfer kontrollieren, erklärt unser Ratgeber zur Kassenprüfung im Verein, eine Vorlage für den Bericht finden Sie im Beitrag zum Kassenbericht im Verein.

Fazit

Kein Kassensystem passt zu jedem Verein gleich gut. Die Entscheidung sollte auf Basis von drei Kernfragen getroffen werden. Wie häufig wird die Kasse genutzt? Wie viele Ausgabestellen gibt es? Und welche Anforderungen stellt die Vereinsbuchhaltung?

Für die meisten kleinen bis mittelgroßen Vereine in Deutschland ist eine cloudbasierte Lösung mit mobiler Nutzbarkeit, integrierter TSE und transparenter Berichterstellung die richtige Wahl.

Holen Sie vor der Entscheidung mindestens zwei bis drei Angebote ein und nutzen Sie unseren Kassensystem-Vergleich, um nicht nur den Monatspreis, sondern auch die Gesamtkosten inklusive Hardware, Transaktionsgebühren und möglicher Einrichtungskosten zu vergleichen.

Fragen zum Kassensystem für Vereine

Tillhub nennt Vereine ausdrücklich als Zielgruppe. Für Vereine mit wenigen Festen passen Lösungen ohne Monatsgebühr wie Zettle, SumUp im Basistarif oder helloCash, für das Vereinsheim mit Bewirtung orderbird oder ready2order. Entscheidend sind einfache Bedienung, mobile Geräte und ein sauberer Tagesabschluss.

Derzeit nicht. Vereine dürfen bei Festen auch mit einer offenen Ladenkasse und täglichem Kassenbericht arbeiten. Wer elektronisch kassiert, braucht eine zertifizierte TSE, muss die Kasse über ELSTER melden und Belege ausgeben. Für eine ab 2028 geplante Kassenpflicht sollen Ausnahmen für gemeinnützige Organisationen per Rechtsverordnung geregelt werden, klären Sie die Einordnung mit Ihrem Steuerbüro.

Ja, wenn der Verein eine elektronische Kasse nutzt. Dann muss jedem Gast ein Beleg angeboten werden, auf Papier oder digital. Eine Befreiung ist nur auf Antrag beim Finanzamt nach Paragraf 148 AO möglich.

Ohne monatliche Softwarekosten arbeiten laut Herstellerangaben die Kassen-App von Zettle mit enthaltener Cloud-TSE, die Kassensoftware von SumUp im Basistarif und helloCash im Gratistarif, dort kostet die TSE für Deutschland 199 Euro im Jahr. Kartenleser, Drucker und Gebühren je Kartenzahlung kommen hinzu.

Eine Bonkasse ist eine meist mobile Kasse, mit der Helfer Bestellungen aufnehmen, einen Bon für Theke oder Küche ausgeben und kassieren. Sie eignet sich für Feste mit mehreren Ausgabestellen und ersetzt Zettelwirtschaft und Strichlisten.

Sobald Getränke und Speisen an getrennten Stellen ausgegeben werden, viele Helfer gleichzeitig kassieren oder Sie am Abend schnell wissen wollen, was verkauft wurde. Bei einem kleinen Fest mit einer Ausgabe genügt oft eine offene Ladenkasse mit Kassenbericht.

Führen Sie für den Festbetrieb eine eigene Kasse mit eigenem Wechselgeld und eigenem Tagesabschluss. Beiträge und Spenden laufen über das Kassenbuch oder die Vereinsbuchhaltung. So bleiben Umsätze und Kassenprüfung für beide Bereiche nachvollziehbar.

Ja, helloCash läuft im Browser, Zettle und SumUp arbeiten mit Apps auf Smartphone oder Tablet, ready2order läuft unter iOS und Android. Auch eine App muss für den Verkauf eine zertifizierte TSE nutzen.

Kassenprüfer kontrollieren, ob Einnahmen und Ausgaben vollständig belegt, Kassenbestände nachvollziehbar und Kassenberichte oder Kassenbuch ordentlich geführt sind. Tagesberichte aus der Kasse erleichtern die Arbeit. Details lesen Sie in unserem Ratgeber zur Kassenprüfung im Verein.

Jede elektronische Kasse ist seit dem 1. Januar 2025 über ELSTER zu melden, neue Kassen innerhalb eines Monats nach Anschaffung. Eine offene Ladenkasse ohne elektronisches System wird nicht gemeldet.

Passend für Vereine

Transparenzhinweis

Die Angaben zu Anbietern beruhen auf Anbieterangaben und öffentlich zugänglichen Quellen, Stand Oktober 2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch, eine Nennung ist keine Empfehlung und bedeutet nicht, dass ein Anbieter Partner von Kassensystem Experten ist. Bilder der Kassensysteme stammen von den jeweiligen Herstellern, Bilder zur Branche sind redaktionelle Symbolbilder. Steuerliche Hinweise ersetzen keine Beratung.