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Eine Registrierkasse ist die klassische elektronische Kasse mit Tastenfeld oder kleinem Touchscreen, eingebautem Bondrucker und Kassenlade. Sie reicht für kleine Läden, Imbisse und Hofläden mit überschaubarem Sortiment und vor allem Barzahlung. Wie jede elektronische Kasse braucht sie eine zertifizierte TSE, muss Belege ausgeben und ist über ELSTER beim Finanzamt zu melden.
Die Registrierkasse vereint die wichtigsten Kassenfunktionen in einem Gerät. Statt Artikelbildern auf einem Touchscreen arbeiten Sie mit Warengruppen und Preis- oder Artikeltasten. Auswertungen sind meist auf Tages- und Periodenberichte begrenzt.
Tastenfeld, Bedienerdisplay und oft ein kleines Kundendisplay in einem kompakten Gehäuse.
Thermodrucker für Kassenbons und Tagesberichte, meist für schmale Bonrollen.
Unter dem Gerät verbaut oder angeschlossen, mit Fächern für Scheine und Münzen.
Zertifizierte Sicherheitseinrichtung, bei Registrierkassen oft als Karte oder Modul im Gerät.
Wer ein überschaubares Sortiment hat und vor allem bar kassiert, kommt mit einer Registrierkasse oft gut zurecht. Die Bedienung ist schnell gelernt, das Gerät braucht wenig Platz und funktioniert ohne Internet.
Grenzen zeigen sich bei Warenwirtschaft, Kartenzahlung mit automatischer Übergabe des Betrags, Auswertungen über mehrere Monate und beim Export an das Steuerbüro. Hier sind moderne Kassensysteme meist deutlich komfortabler.
Registrierkassen passen vor allem zu kleinen Betrieben mit einfachem Sortiment.
Wenige Warengruppen, überwiegend Barzahlung, kleiner Kassenplatz.
Saisonales Sortiment und einfache Abläufe ohne Internetzwang.
Kassieren bei Festen und im Vereinsheim mit wenigen Tasten.
Einfacher Kassenplatz mit Tagesabschluss für das Steuerbüro.
Wenige Leistungen mit festen Preisen, Abrechnung am Empfang.
Kleines Getränke- und Kuchenangebot an einer Theke.
Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand September 2026, Preise ohne Umsatzsteuer. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.
| Anbieter | Lösung | Angabe laut Anbieter |
|---|---|---|
| helloCash | Kassensoftware im Browser, nutzbar mit Smartphone, Tablet oder Computer als Ersatz für die klassische Registrierkasse | Testphase von 30 Tagen, Tarife beim Anbieter |
| Vectron | Stationäre Kassensysteme für Gastronomie, Bäckerei, Metzgerei und Handel über Fachhändler | Preise auf Anfrage beim Fachhändler |
| Zettle | Kassen-App von PayPal, die der Anbieter als finanzamtkonforme Registrierkasse bewirbt | Tarife beim Anbieter |
Eine Registrierkasse ist ein elektronisches Aufzeichnungssystem. Damit gelten dieselben Regeln wie für jedes andere Kassensystem. Die Übergangsfrist für ältere Registrierkassen, die nicht mit einer TSE aufgerüstet werden konnten, ist am 31. Dezember 2022 abgelaufen. Seitdem darf keine elektronische Kasse mehr ohne zertifizierte TSE betrieben werden.
Eine allgemeine Pflicht, überhaupt eine elektronische Kasse zu nutzen, gibt es in Deutschland derzeit nicht, ein Regierungsentwurf sieht sie ab 2028 für Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Umsatz vor. Wer ohne Kasse arbeitet, führt eine offene Ladenkasse mit täglichem Kassenbericht und Zählprotokoll. Das ist aufwendig und bei einer Prüfung angreifbar. Klären Sie mit Ihrem Steuerbüro, welche Lösung für Ihren Betrieb sinnvoll ist.
Eine kleine Registrierkasse genügt, wenn ein Kassenplatz reicht, das Sortiment in wenige Warengruppen passt und Auswertungen nach Tag und Warengruppe ausreichen. Für den kleinen Laden und die kleine Gastronomie ist sie günstig und schnell gelernt. Wer Kartenzahlung mit automatischer Betragsübergabe, Warenwirtschaft oder mehrere Kassen braucht, ist mit einem modernen Kassensystem besser bedient. Mehr dazu unter Kassensystem für den kleinen Laden und Registrierkasse für Kleingewerbe.
Jede elektronische Registrierkasse ist rechtlich ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion, auch die einfache elektronische Datenkasse mit Tastenfeld. Verbreitet sind vier Bauarten.
| Bauart | Typischer Aufbau | Geeignet für |
|---|---|---|
| Kompakte Registrierkasse | Tastenfeld, kleines Display, eingebauter Drucker, Kassenlade | Kleiner Laden, Imbiss, Kiosk |
| Touch-Registrierkasse | Touchscreen, oft Android, Drucker und Kundendisplay, teils Tischplan | Gastronomie und Handel mit mehr Artikeln |
| Stationäres Kassensystem | Touchkasse mit Software, Bondrucker, Kassenlade, Kartenterminal | Hohe Frequenz, mehrere Bediener |
| Digitale Registrierkasse als App | Tablet oder Smartphone mit Kassen-App und Cloud-TSE | Mobile Einsätze, kleine Betriebe |
Den Aufbau größerer Kassen erklären wir unter stationäre Kasse, worin sich Registrierkasse und Kassensystem unterscheiden unter Kassensystem oder Registrierkasse.
Eine digitale Registrierkasse ersetzt das handschriftliche Kassenbuch und die Schublade mit Zählprotokoll. Sie zeichnet jeden Verkauf einzeln auf, erstellt den Tagesabschluss automatisch und gibt den Beleg aus, gedruckt oder digital per E-Mail oder QR-Code. Die Belegausgabepflicht gilt seit dem 1. Januar 2020, ein digitaler Beleg ist dabei zulässig. Für das Steuerbüro exportiert die Kasse die Daten im DSFinV-K-Format. Wie digitale Belege funktionieren, lesen Sie unter digitaler Kassenbon.
Bekannte Hersteller klassischer Registrierkassen sind unter anderem Casio, Olympia und Sharp, die Geräte werden meist über den Fachhandel verkauft und programmiert. Wir testen keine Geräte. Die folgenden Angaben stammen aus Herstellerunterlagen und Fachhandelsangeboten, Stand Oktober 2026. Lassen Sie sich vor dem Kauf schriftlich bestätigen, welche TSE verbaut ist, wie lange ihr Zertifikat gilt und wie der DSFinV-K-Export erfolgt.
Zur Casio SE-400+ Serie gehören laut Zusatzanleitung von Casio die Modelle SE-S400, SE-C450, SE-S3000 und SE-C3500, die TSE wird dort als SD-Karte eingesetzt. Casio weist darauf hin, dass die Konformität nur mit der optionalen Software C.E.S.(F) gegeben ist. Die SE-C450 richtet sich laut Fachhändler an kleine Restaurants, Cafés, Bars und Imbisse und verwaltet 200 Warengruppen und 3.000 Artikel, sie ist dort als nicht mehr lieferbar gekennzeichnet. Prüfen Sie bei Casio-Kassen, ob Software und TSE für Ihr Gerät noch angeboten werden.
Olympia führt unter seinen TSE-Kassen für Deutschland unter anderem die Touchkassen T210 und T400DK mit Android 11. Laut Hersteller verwalten beide bis zu 100 Warengruppen und 100.000 Artikel, die TSE wird per USB angebunden, programmiert wird direkt an der Kasse. Die T210 hat einen 10 Zoll Touchscreen und einen 80 mm Thermodrucker, die T400DK einen 15,6 Zoll Touchscreen und ein optionales Kundendisplay. Daneben bieten Fachhändler die Modellreihe CM 940 F, CM 941 F und CM 942 F in TSE-Versionen an. Olympia nennt Einzelhandel und Gastronomie als Einsatzbereiche.
Von Sharp bieten Fachhändler etwa die kompakten Modelle XE-A207 und XE-A217 mit einer TSE-Lizenz über drei Jahre an. Planen Sie deshalb Verlängerung oder Tausch der TSE rechtzeitig ein und klären Sie, wer die Programmierung übernimmt. Die Geräte werden vor allem für Imbisse, kleine Gaststätten und kleine Läden angeboten.
Registrierkassen aus den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren begegnen heute vor allem als Sammlerstücke oder Dekoration. Für den Betrieb zählt allein, ob die Kasse die aktuellen Regeln erfüllt. Jede elektronische Kasse braucht seit dem 1. Januar 2020 eine zertifizierte TSE, die Übergangsfrist für Kassen, die sich nicht aufrüsten ließen, ist am 31. Dezember 2022 ausgelaufen. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 25.000 Euro. Ob und wie eine rein mechanische Kasse im Betrieb genutzt werden kann, klären Sie mit Ihrem Steuerbüro. Worauf Sie bei einer neuen Kasse achten, lesen Sie unter Registrierkasse kaufen.
Günstige gebrauchte Registrierkassen sind oft nicht mehr zulässig, weil keine TSE nachrüstbar ist. Lassen Sie sich vor dem Kauf schriftlich bestätigen, dass Gerät und TSE den aktuellen Anforderungen entsprechen.
Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.
Das Bundeskabinett hat am 23. September 2026 den Regierungsentwurf des Zweiten Kassengesetzes beschlossen. Danach sollen Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Gesamtumsatz ab dem 1. Januar 2028 ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit TSE nutzen. Eine bestimmte Bauart schreibt der Entwurf nicht vor, eine Registrierkasse mit zertifizierter TSE wäre ebenso zulässig wie eine mobile Kasse oder eine Cloud-Kasse. Prüfen Sie beim Kauf, ob das Gerät elektronische Belege bereitstellen kann. Der Entwurf ist noch nicht verabschiedet, alle Einzelheiten lesen Sie im Beitrag Kassenpflicht 2028 im Regierungsentwurf.
Ja. Seit dem 1. Januar 2020 muss jede elektronische Kasse nach Paragraf 146a AO und KassenSichV mit einer zertifizierten TSE geschützt sein, unabhängig vom Umsatz. Die Übergangsfrist für nicht aufrüstbare Altgeräte endete am 31. Dezember 2022.
Nur wenn sie mit einer zertifizierten TSE ausgestattet ist und alle Anforderungen erfüllt. Geräte ohne TSE dürfen nicht mehr eingesetzt werden. Fragen Sie Hersteller oder Fachhändler nach einer Nachrüstung.
Ja. Seit dem 1. Januar 2025 ist jede elektronische Kasse über ELSTER zu melden. Bei Anschaffung oder Außerbetriebnahme haben Sie dafür einen Monat Zeit.
Ein Beleg muss bei jedem Vorgang erstellt werden, auf Papier oder digital. Der Kunde muss ihn nicht mitnehmen. Eine Befreiung ist nur auf Antrag beim Finanzamt nach Paragraf 148 AO möglich.
Ein Kassensystem bietet meist Touchscreen, Artikelverwaltung, Auswertungen und Schnittstellen zu Kartenterminal und Buchhaltung. Die Registrierkasse beschränkt sich auf das Kassieren mit einfachen Berichten.
Kassenbuch und Kassendaten grundsätzlich zehn Jahre, Buchungsbelege wie einzelne Bons und Kassenberichte seit 2025 acht Jahre. Im Zweifel klären Sie die Fristen mit Ihrem Steuerbüro.
Derzeit nicht, eine allgemeine Kassenpflicht gibt es in Deutschland noch nicht. Nach dem Regierungsentwurf vom 23. September 2026 ist sie ab 2028 für Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Gesamtumsatz geplant. Wer aber eine elektronische Kasse nutzt, muss alle Vorgaben einhalten. Ohne Kasse ist eine sorgfältig geführte offene Ladenkasse nötig.
Ein kompaktes Gerät mit Tastenfeld oder kleinem Touchscreen, eingebautem Drucker und Kassenlade für einen Kassenplatz. Sie passt zu kleinen Läden und Imbissen mit überschaubarem Sortiment und braucht wie jede elektronische Kasse eine TSE.
Eine Kasse, die jeden Verkauf elektronisch aufzeichnet, mit TSE signiert und den Beleg gedruckt oder digital ausgibt. Das kann ein klassisches Gerät oder eine Kassen-App auf Tablet und Smartphone sein.
Ja. Olympia führt TSE-Kassen für Deutschland wie die T210 und die T400DK mit TSE per USB, Fachhändler bieten zudem die Reihe CM 940 F bis CM 942 F in TSE-Versionen an. Lassen Sie sich Modell, TSE und Export vom Händler bestätigen.
Eine elektronische Kasse ohne zertifizierte TSE darf seit Ende 2022 nicht mehr betrieben werden. Ob eine rein mechanische Kasse genutzt werden kann, klären Sie mit Ihrem Steuerbüro, praktisch fehlen ihr Belegausgabe mit TSE-Daten und Export.
Auf eine zertifizierte TSE mit ausreichender Laufzeit, den DSFinV-K-Export, Support durch Hersteller oder Fachhandel und die Meldung über ELSTER innerhalb eines Monats. Mehr dazu unter Registrierkasse kaufen.
Nach dem Regierungsentwurf ja, wenn Ihr Gesamtumsatz 2026 über 100.000 Euro liegt und Ihr Barumsatz mindestens 12.000 Euro im Jahr beträgt. Dann wäre ab dem 1. Januar 2028 eine elektronische Kasse mit TSE Pflicht, das kann eine Registrierkasse oder ein anderes Kassensystem sein. Das Gesetz ist noch nicht verabschiedet.
Kassensoftware im Browser als Registrierkassen-Ersatz.
Stationäre Kassen über den Fachhandel.
Schlanke Lösungen für kleine Betriebe.
Einfach kassieren im Direktverkauf.
Feste, Vereinsheim und Veranstaltungen.
Touchscreen-Kasse für hohen Durchsatz.
Varianten, Pflichten und Kosten der TSE.
Die passende Lade für Ihr Bargeld.
Der direkte Vergleich beider Lösungen.
Rechtsangaben nach Paragraf 146a AO, KassenSichV und Artikel 97 Paragraf 30 EGAO, Stand Oktober 2026. Angaben zu Anbietern laut deren Webseiten, Stand Oktober 2026. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung, die Reihenfolge ist alphabetisch. Keine Steuerberatung.