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Eine Kassensystem App reicht für Betriebe mit wenigen Verkäufen am Tag, mobilen Einsätzen und kleinem Sortiment, etwa am Marktstand, im Verein oder bei Dienstleistungen beim Kunden. Zusätzliche Hardware bleibt nötig, sobald Sie viele Bons drucken, eine Kassenlade brauchen oder an einer festen Theke viele Kunden hintereinander bedienen. Die App übernimmt Artikel, Beleg, TSE-Anbindung und Tagesabschluss.
Das Smartphone übernimmt Bildschirm, Rechner und Internetverbindung. Damit daraus eine gesetzeskonforme Kasse wird, braucht es eine Kassen-App mit angebundener TSE. Drucker und Kartenleser sind optional und werden meist per Bluetooth verbunden.
Eigenes iPhone oder Android-Gerät, ideal ein eigenes Firmengerät mit aktuellem Betriebssystem.
App mit Artikeln, Belegen, Kassenbuch und Export, verbunden mit einem Onlinekonto.
Die Sicherheitseinrichtung läuft beim Anbieter, eine Hardware am Handy ist meist nicht nötig.
Kleiner Kartenleser per Bluetooth oder Tap to Pay direkt über den NFC-Chip des Smartphones.
Am Marktstand, beim Hoffest oder beim Kunden zu Hause ist die Smartphone-Kasse in Sekunden bereit. Der Beleg geht per E-Mail, QR-Code oder über einen kleinen Bluetooth-Drucker an die Kundschaft. Belege dürfen nach den gesetzlichen Vorgaben auch digital ausgegeben werden.
Planen Sie für längere Einsätze eine Powerbank ein und prüfen Sie den Mobilfunkempfang am Standort. Viele Apps arbeiten kurzzeitig offline und übertragen die Daten später, fragen Sie den Anbieter nach den genauen Grenzen.
Smartphone-Kassen eignen sich für Betriebe mit kleinem Sortiment und wechselnden Orten.
Direktverkauf am Hof oder auf dem Wochenmarkt.
Kassieren bei Festen, Turnieren und Veranstaltungen.
Nebenberuflicher Verkauf und kleine Läden.
Mobile Friseure und kleine Salons ohne festen Kassenplatz.
Abrechnung von Behandlungen und Produkten.
Zahlung beim Kunden vor Ort mit digitalem Beleg.
Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand September 2026, Preise ohne Umsatzsteuer. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.
| Anbieter | Lösung | Angabe laut Anbieter |
|---|---|---|
| helloCash | Kassen-App für iOS und Android sowie Browserkasse, Anbindung von SumUp-Kartenterminals | Testphase von 30 Tagen, Tarife beim Anbieter |
| Lightspeed | Gastronomiekasse auf iPad und iPhone, Kartenzahlung per Tap to Pay on iPhone | Preise auf Anfrage beim Anbieter |
| ready2order | Cloud-Kasse mit Apps für Smartphones und Tablets unter iOS und Android | Software ab 35,90 Euro im Monat |
| SumUp | SumUp Business App mit Tap to Pay auf iPhone und Android ab Version 11, Kartenleser Solo Lite für das Smartphone | 1,39 Prozent je Transaktion im umsatzbasierten Modell |
| Zettle | Kassen-App von PayPal mit Tap to Pay auf iPhone und Android sowie PayPal Reader | Tarife beim Anbieter |
Sobald Sie mit einer App Umsätze erfassen, ist das Smartphone ein elektronisches Aufzeichnungssystem. Für die Kasse gelten dann dieselben Regeln wie für jede stationäre Kasse.
Rechtlich braucht eine Kasse keine Kassenlade, eine App mit Kassenfunktion ist ein vollwertiges elektronisches Aufzeichnungssystem. Ob sie im Alltag genügt, hängt vom Einsatz ab. Die Übersicht hilft bei der Einordnung in Gastronomie, Handel und Dienstleistung.
| Einsatz | App allein | Zusätzlich sinnvoll |
|---|---|---|
| Marktstand mit wenigen Artikeln | Meist ausreichend, Beleg digital | Kartenleser oder Tap to Pay, Powerbank |
| Dienstleistung beim Kunden | Meist ausreichend | Kartenleser, mobiler Bondrucker |
| Vereinsfest oder Hofladen | Ausreichend bei wenigen Kassierenden | Zweites Gerät, Tablet für die Theke |
| Café oder Imbiss mit Theke | Nur als Ergänzung | Tablet oder stationäre Kasse, Bondrucker, Kassenlade |
| Einzelhandel mit vielen Artikeln | Eingeschränkt | Barcodescanner, Bondrucker, Kassenlade |
In der Gastronomie dient die App auf dem Smartphone oft als mobiler Bestellplatz, die Hauptkasse steht an der Theke. Im Handel lohnt sie sich für Pop-up-Stores und Märkte, Shopify POS nennt laut Anbieter ausdrücklich den Verkauf auf Märkten und in Pop-up-Stores. Für feste Läden lesen Sie mehr unter Tablet Kassensystem und Kassensystem für die Gastronomie.
Android-Kassen gibt es als App für das eigene Smartphone oder Tablet und als Kompaktgerät des Anbieters mit Drucker und Kartenleser. Für kleine Betriebe mit einem oder zwei Kassenplätzen genügt das meist. Angaben laut Anbieter, Stand Oktober 2026, Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.
| Anbieter | Android laut Anbieter |
|---|---|
| helloCash | Browserkasse auf Android-Smartphones und Tablets |
| LocaFox | Eigene Android-Geräte MOVE, PRO und ONE von 6,75 bis 15,6 Zoll |
| REA Card | K19 und T11 flex mit Android |
| ready2order | Apps für Android sowie eigene Geräte |
| Shopify POS | POS-App für Android-Geräte |
| Tillhub | Android-Kompaktgerät POS Go mit Kartenleser, Scanner und Drucker |
| Zettle | Kassen-App für Android |
Für die Gastronomie nennt gastronovi Android als unterstützte Plattform, REA Card bietet das portable Android-System K19 mit Drucker und Scanner. Prüfen Sie, ob Tischplan, Küchendrucker und Handhelds auf Android denselben Umfang haben wie auf anderen Geräten.
Eine Kasse auf dem Handy passt zu Betrieben, die wenige Verkäufe am Tag haben oder viel unterwegs sind, etwa mobile Friseure, Handwerk beim Kunden, Marktstände und Vereine. Kartenzahlungen nehmen Sie mit einem kleinen Kartenleser oder per Tap to Pay direkt am Gerät an, mehr dazu unter SoftPOS. Grenzen liegen beim Akku, beim kleinen Bildschirm und bei der Bedienung durch mehrere Personen.
Für das iPhone bieten unter anderem helloCash, Lightspeed, Shopify POS, SumUp und Zettle Kassen-Apps an. Mit Tap to Pay on iPhone nehmen Lightspeed, SumUp und Zettle laut Anbieterangaben Kartenzahlungen ohne separates Terminal an. Für mobile Dienstleistung und kleine Verkaufsstände reicht das oft aus, an einer Theke mit vielen Kunden ist ein Tablet oder eine stationäre Kasse komfortabler.
Trennen Sie Kasse und private Nutzung. Ein eigenes Firmengerät ist zwar ein Kostenpunkt, schützt aber vor verlorenen Daten, vollem Speicher und unerwarteten Updates mitten im Geschäft.
Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.
Ja, wenn die Kassen-App mit einer zertifizierten TSE arbeitet, Belege ausgibt, die Daten im DSFinV-K-Format exportiert und die Kasse über ELSTER gemeldet ist.
Nicht zwingend. Mit einer Cloud-TSE und digitalem Beleg reicht das Smartphone. Für Kartenzahlung nutzen Sie Tap to Pay oder einen kleinen Kartenleser, für Papierbelege einen Bluetooth-Drucker.
Bei Tap to Pay halten Kunden ihre Karte oder ihr Handy an Ihr Smartphone. Der NFC-Chip ersetzt das Kartenterminal. Tap to Pay auf dem iPhone ist in Deutschland seit Juni 2024 verfügbar, auf Android bieten es mehrere Zahlungsdienstleister an.
Technisch ja. Empfehlenswert ist ein eigenes Gerät, damit Kassendaten, Updates und private Apps sich nicht in die Quere kommen und das Gerät bei einer Kassennachschau zur Verfügung steht.
Kassen-Apps gibt es von kostenlosen Einstiegstarifen bis zu Monatsabos. Dazu kommen Gebühren je Kartenzahlung und eventuell ein Kartenleser oder Drucker. Vergleichen Sie die Gesamtkosten mit Ihrem Monatsumsatz.
Viele Apps erlauben kurze Offlinephasen und übertragen die Daten später. Kartenzahlungen und Cloud-TSE brauchen in der Regel eine Verbindung. Fragen Sie nach, wie die App einen Ausfall dokumentiert.
Android unterstützen laut Anbieterangaben unter anderem helloCash, LocaFox, REA Card, ready2order, Shopify POS, Tillhub und Zettle, teils als App, teils mit eigenen Geräten. Prüfen Sie, welche Drucker und Kartenterminals mit Ihrem Gerät funktionieren.
Ja. Kassen-Apps für das iPhone gibt es von mehreren Anbietern, Kartenzahlungen sind mit Tap to Pay on iPhone oder einem kleinen Kartenleser möglich. Auch auf dem iPhone braucht die Kasse eine zertifizierte TSE.
Ja, wenn die App eine zertifizierte TSE nutzt, Belege ausgibt, die Daten unveränderbar speichert und die Kasse über ELSTER gemeldet ist. Eine Kassenlade ist rechtlich nicht vorgeschrieben.
Nein. Apps für die Mannschaftskasse verwalten Beiträge und Strafen innerhalb eines Teams. Wer beim Vereinsfest Speisen und Getränke verkauft und dafür eine Kassen-App nutzt, braucht eine App mit TSE. Was für Ihren Verein gilt, klären Sie mit dem Steuerbüro.
Die Belegausgabepflicht gilt seit dem 1. Januar 2020, der Beleg darf auch digital ausgegeben werden. Viele Kassen-Apps senden ihn per E-Mail oder zeigen einen QR-Code. Mehr dazu unter Bonpflicht.
Kassen-App, Kartenleser und Tap to Pay.
Kassen-App und Kartenleser von PayPal.
Direktverkauf am Hof und auf dem Markt.
Feste und Veranstaltungen abrechnen.
Mobil oder im kleinen Salon kassieren.
Kartenzahlung direkt am Handy.
Handhelds mit Drucker und Kartenleser.
Terminals für Karte und Wallet.
Wann und wie Belege ausgegeben werden.
Anbieterangaben laut Webseiten von helloCash, Lightspeed, ready2order, SumUp und Zettle, Stand Oktober 2026. Angabe zu Tap to Pay auf dem iPhone laut Apple Newsroom vom Juni 2024. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung, die Reihenfolge ist alphabetisch.